Top 2000 D war ein gemeinsames Projekt des ostdeutschen Radiosenders DT64 und des süddeutschen Senders SDR 3 zur Ermittlung von „gesamtdeutschen“ Hörercharts. Die „längste Hitparade der Welt“ wurde vom 12. April 1990 bis zum 16. August 1990 ermittelt und vom 17. bis zum 25. August 1990 gesendet.[1]

BeschreibungBearbeiten

DT64 war das Jugendradio der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), der SDR 3 das Jugendprogramm des Süddeutschen Rundfunks. Der SDR 3 hatte 1989 bereits die Top Tausend X gesendet.

Die Favoriten wurden von den Hörern der beiden Sender per Postkarte gewählt.[1] An der Spitze der Hitliste stand der Titel Nothing Compares 2 U von Sinéad O’Connor, gefolgt von Brothers in Arms von den Dire Straits und Stairway to Heaven von Led Zeppelin.

Von den Hörern des SDR 3 wurden die Dire Straits mit Brothers in Arms vor Led Zeppelin mit Stairway to Heaven und Wish you Were Here von Pink Floyd, bei den DT64-Hörern Enjoy the Silence von Depeche Mode vor Nothing Compares 2 U von Sinéad O’Connor und Hangin' Tough von New Kids on the Block gewählt.[2] Auch auf den anderen Rängen gab es zum Teil erhebliche Unterschiede in Ost und Südwest.

Alle 2.000 Titel konnten ab dem 17. August auf beiden Sendern gehört werden. Aus der DDR war unter anderem der Moderator Günter Schneidewind angereist, um gemeinsam mit Matthias Holtmann die Moderation der Sendung zu übernehmen. Der Countdown für die Siegertitel der Hitparade lief bei der Abschlussparty auf dem Cannstatter Wasen, die zum größten Teil von der ARD übertragen wurde. Als Livebands traten Rockhaus, Rio Reiser und Die Toten Hosen auf.[3]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b www.iskra.earthtribe.de (Memento vom 11. Januar 2015 im Internet Archive)
  2. Top 2000d: Die Hitliste zur deutschen Hitparade Top2000d von SDR3 und DT64. In: wagge.de. Archiviert vom Original am 29. Juni 2013; abgerufen am 21. Oktober 2016.
  3. 25.08.1990, Stuttgart, Top2000D Festival. In: DTH-DTA.de (Die Toten Hosen Tourarchiv). Abgerufen am 21. Oktober 2016.