Toleranz (Begriffsklärung)

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Toleranz (v. lat.: tolerare = ertragen, (er)dulden) steht für:

  • Toleranz, die ruhige Duldung von abweichenden Meinungen oder Aktivitäten anderer Menschen


in Psychologie, Philosophie, Soziologie und Politik:

  • Ambiguitätstoleranz, die Fähigkeit, mehrdeutige Situationen zu ertragen
  • Frustrationstoleranz, die Fähigkeit, Enttäuschungen auszugleichen
  • Risikotoleranz, ein Maß für die Risikobereitschaft von entscheidenden Personen
  • Toleranz-Paradoxon, eine Situation, in der eine tolerante Institution erlaubt, dass ihre eigen Toleranz eingeschränkt wird
  • Tolerierung einer Minderheitsregierung in parlamentarischen politischen Systemen


in Naturwissenschaft und Technik:

  • Toleranz (Chemie), die zulässige Differenz zwischen zwei Grenzwerten, dem Höchstwert und dem Mindestwert oder einseitig „offene“ Toleranzbereiche
  • Toleranz (Medizin), die Anpassung eines Organismus an ein Gift oder Allergen
    • Selbsttoleranz, die Fähigkeit des Immunsystems, körpereigene Stoffe als solche zu erkennen und nicht abzuwehren
  • Toleranz (Ökologie), die Widerstandsfähigkeit eines Lebewesens gegenüber der Änderung eines bestimmten Umweltfaktors
  • Toleranz (Statistik), eine Kennzahl für Multikollinearität in einer linearen Regression
  • Toleranz (Technik), die zulässige Abweichung
    • eines Bauteils vom Nennmaß
    • einer Betriebsbedingung


in der Kultur:


Siehe auch: