Thomas Bubendorfer

österreichischer Extrembergsteiger und Autor

Thomas Bubendorfer (* 14. Mai 1962 in Salzburg) ist ein österreichischer Bergsteiger und Autor.

LebenBearbeiten

Mit 16 Jahren kletterte er verschiedene schwere Wände Free Solo. Im Jahr 1980 gelang ihm – nach Reinhold Messner – in nur vier Stunden die zweite Alleinbegehung der Philipp-Flamm-Route in der Civetta-Nordwestwand in den Dolomiten, welche eine schwere Freikletterroute in den Dolomiten ist.

Im selben Jahr bestieg er den 7105 Meter hohen Pik Korschenewskaja im Pamir.

Im Jahr 1988 verunglückte er bei Werbeaufnahmen nahe seiner Heimatstadt in der Liechtensteinklamm schwer, wobei er 20 Meter in felsigem Terrain abstürzte und sich mehrere Wirbel brach. Er konnte sich aber rehabilitieren und fand den Weg zurück zum Klettern.

Am 1. März 2017 verunglückte Bubendorfer beim Eisklettern in der italienischen Provinz Belluno schwer. Er stürzte aus einer Höhe von 10 Metern in ein Bachbett und erlitt dabei eine Kopfverletzung, Rippenbrüche und innere Verletzungen.[1][2] Er schwebte vorübergehend in Lebensgefahr.[3] Am 6. April 2017 gab er ein Interview und konnte mit Krücken gehen.[4] Bubendorfer genas vollständig und erkletterte 13 Monate nach seinem schweren Absturz gemeinsam mit Max Sparber und Hans Zlöbl eine neue Route in der Südwand des Großglockner, die sie „Das dritte Leben“ tauften.[5]

ErfolgeBearbeiten

Als herausragende Leistungen sind die 1991 durchgeführte erste Alleinbesteigung der Aconcagua-Südwand an einem Tag sowie 1986 die 23-stündige Nonstop-Alleinbegehung des Fitz Roy zu nennen. Ebenfalls eine bis heute in dieser Form nicht wiederholte Kletterei (Hubschraubertransport!) ist sein „Fünf-Wände-Enchaînement“, bei dem er 1988 in den Dolomiten fünf Felswände bis zum VII. Schwierigkeitsgrad an einem Tag durchstieg: die Nordwände der Drei Zinnen, die Südwand der Marmolata („Schwalbenschwanz“ mit „Don Quixote“-Ausstieg VI+) und die Nordwestwand („Via Niagara“ VI+) des Sass Pordoi.[6] Um diese insgesamt 3000 Höhenmeter messenden senkrechten bis überhängenden Dolomitenwände zu durchsteigen, wurde er mit einem Hubschrauber von einem Gipfel zum nächsten Wandfuß transportiert.[7]

WerkeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bergsteiger Bubendorfer lebensgefährlich verletzt - salzburg.ORF.at. Abgerufen am 2. März 2017.
  2. news.ORF.at. Abgerufen am 2. März 2017.
  3. Bubendorfer außer Lebensgefahr - salzburg.ORF.at. Abgerufen am 6. März 2017.
  4. Bubendorfer auf Krücken unterwegs orf.at, 6. April 2017, abgerufen 6. April 2017.
  5. Thomas Bubendorfer climbs new route up Großglockner after Dolomites accident. planetmountain, 10. Mai 2018
  6. Westliche Zinne Nordwand (Memento des Originals vom 10. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bubendorfer.com auf www.bubendorfer.com.
  7. Die wichtigsten Alleingänge und Touren (Memento des Originals vom 16. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bubendorfer.com auf www.bubendorfer.com.

WeblinksBearbeiten