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Theater der Klänge

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Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 10. Mai 1987
Sitz Düsseldorf
Leitung Jörg Udo Lensing
Mitarbeiterzahl Unterschiedlich[1]
Branche Darstellende Kunst
Website theaterderklaenge.de

Das Theater der Klänge ist ein Musik- und Tanztheater, das am 10. Mai 1987 in Düsseldorf gegründet wurde. Dieses Theater versteht sich als Ensemblekollektiv verschiedener in Gemeinschaft kreierender Künstler. Die beiden Gründungsmitglieder Jörg Udo Lensing (Komponist und Regisseur) und Jacqueline Fischer (Tänzerin und Choreografin) arbeiten dazu seit 1987 in fast allen Produktionen zusammen.

Geschichte und KonzeptBearbeiten

Jörg U. Lensing ist künstlerischer Leiter dieses Theaters und hat als solcher in fast allen Produktionen Regie geführt und zum Teil choreografiert. Seit 1987 – kurz nach Gründung des Ensembles – ist der Komponist Thomas Neuhaus dabei, der, neben einigen instrumentalen Theatermusiken, hauptsächlich in Produktionen des Theaters der Klänge involviert ist, wenn es um die Einbindung von elektronischer Musik geht. Dies geschieht seit 2001 zunehmend in interaktiver Form und verbindet sich intermedial mit interaktiven Videoinstallationen, als szenographisches Konzept für eine reagierende Bühnenumgebung, bereitgestellt vornehmlich für in diesem sensorisierten Raum agierende Tänzer-Performer.

 
Das mechanische Ballet (2009).

Der künstlerische Weg des Theaters der Klänge ist charakterisiert durch drei Hauptlinien:

  1. Die Beschäftigung mit prototypischen Charakteren, verstärkt durch die profunde Einbindung von Masken in den Produktionen „Das mechanische Ballett“, „Die barocke Maskenbühne“, „November“, „Reden ist Silber …“, „LUDUS DANIELIS“, „Die Vögel“, „Die Neuberin“ und „TRIAS-Das triadische Ballett“.
  2. Die Beschäftigung mit musikalisiertem Theatertext in den Produktionen „Die Küche“, „November“, „Reden ist Silber …“, „LUDUS DANIELIS“, „Die Vögel“, „Die Neuberin“, „Megalopolis“, „Gregorius“ und „Johnnys Jihad“.
  3. Interaktive Intermedialität und Tanz in den Produktionen „Figur und Klang im Raum“, „Megalopolis“, „Modul|a|t|o|r“, „PCI“, „HOEReographien“, „SUITE intermediale“, „VANITAS“ und „CODA

2007 entstand die bisher einzige Produktion des Theaters, welche nicht von Jörg U. Lensing als Regisseur geleitet wurde: „Ich ist ein anderer“ von Jacqueline Fischer. Diese Produktion, wie die 1999er-Produktion „Das Opfer“ stellen Ausnahmen im Schaffen des Theaters der Klänge dar, da sie sich beide mit aktuellen zeitgenössischen Ansätzen des Tanztheaters bei Jacqueline Fischer und des „physical theaters“ bei Jörg U. Lensing beschäftigten.

Die Bühnenansätze des Bauhaus (Oskar Schlemmer, Kurt Schmidt, Laszlo Moholy-Nagy) beeinflussten das Theater der Klänge genauso stark, wie die Beschäftigung mit der Commedia dell’arte sowie mit asiatischen Tanz- und Maskentheaterformen. Aktuell sieht sich das Theater der Klänge eingebunden in einen Diskurs über komponiertes zeitgenössisches Musiktheater, wie Intermedialität als szenographische Form.

Zusätzlich zu den Bühnenkreationen publizierte das THEATER DER KLÄNGE bisher zwei Musik-CDs, drei Hörbücher, zwei Bildbände und einen Spielfilm (DVD: Gregorius). 2012/13 gab es eine halbjährige Einzelausstellung zu „25 Jahre THEATER DER KLÄNGE“ im Theatermuseum der Stadt Düsseldorf.

LiteraturBearbeiten

  • Zehn Jahre auf dem Weg zu einem eigenen Theater. Hrsg.: Theater der Klänge. 1. Auflage. Heinen, Düsseldorf 1997, ISBN 3-9802266-8-9.
  • Duden – Abiturwissen: Alle wichtigen Prüfungsinhalte – kompakt und übersichtlich Taschenbuch DUDEN PAETEC Verlag, ISBN 978-3-411-00251-1.
  • Bauhaus. Bühne. Dessau / Theatre. Bauhaus. Dessau: Szenenwechsel /Change of Scene – Stiftung Bauhaus Dessau – Torsten Blume & Burghard Duhm – 2008, ISBN 978-3-936314-81-6.
  • Mittelalter-Rezeption im zeitgenössischen Musiktheater – Andrea Schindler – Reichert Verlag Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-89500-689-0.
  • Interaktive, intermediale Performance – ein Forschungsbericht in: transcript – Szenografie & Szenologie Band 4 – 2011.
  • Bewegungsgesteuerte Musik / Visualisierte Musik in Bühnenperformances TONMEISTERTAGUNG – VDT INTERNATIONAL CONVENTION – 25.–28. November 2010 · Congress Center Leipzig – TAGUNGSBERICHT / CONFERENCE PROCEEDINGS, ISBN 978-3-9812830-1-3.
  • From Interdisciplinary Improvisation to Integrative Composition: Working Processes at the Theater der Klänge in: Composed Theater – Hrsg. Matthias Rebstock and David Roesner – intellect Bristol, UK/Chicago, USA, ISBN 978-1-84150-456-8.
  • Figuren und Klänge in Räumen in: Kunst und Kirche Heft 3: KlangRaum 2009.
  • Jede Aufführung ist ein Unikat – SUITE intermediale, ein interaktives und intermediales Tanzkonzert in: Bühnentechnische Rundschau – Medien. Kunst.Technik 2011.
  • 25 Jahre THEATER DER KLÄNGE (Ausstellungskatalog) / THEATER DER KLÄNGE & Theatermuseum Düsseldorf – 2012.
  • bauhaus: Die Zeitschrift der Stiftung Bauhaus Dessau: N° 6 Oskar Schlemmer Taschenbuch – 5. / Philipp Oswald 2013, ISBN 978-3-944669-13-7.

MedienBearbeiten

  • CD Bauhaus Bühnenmusik – Fenn Musik – 1997
  • CD Hörbuch „Die Neuberin – Die Passion einer deutschen Prinzipalin“ – HörZeichen Verlag – 1999, ISBN 3-934492-16-9.
  • CD Hörbuch „Megalopolis – Abgesänge auf die großen Städte“ – HörZeichen Verlag – 2002, ISBN 3-934492-25-8.
  • DVD „18 Jahre Theater der Klänge“ – THEATER DER KLÄNGE – 2005.
  • CD „ich ist ein anderer“ (Bühnenmusik) – THEATER DER KLÄNGE – 2008.
  • DVD „Soundness“ (Tanzfilm) – Reflektor I Klangfilme / FH-Dortmund – 2008.
  • DVD „VANITAS Dance Clips“ / Reflektor IV – FH-Dortmund – 2012.
  • DVD „Gregorius auf dem Stein“ (Spielfilm) – THEATER DER KLÄNGE/Estampie – 2012.
  • Doppel – DVD – „Die intermedialen Arbeiten“ – THEATER DER KLÄNGE – 2013.
  • DVD „ bauhaus bühne & tanz 2 – Ludwig Hirschfeld-Mack, Wassily Kandinsky, Kurt Schmidt, Lothar Schreyer“ – absoult medien -2014, ISBN 978-3-89848-455-8.

AusstellungenBearbeiten

  • 10 Jahre Theater der Klänge / Theatermuseum Düsseldorf – 1997.
  • Das Bauhaus kommt aus Weimar / Bauhausmuseum Weimar – 2009.
  • Danser sa vie / Centre Georges Pompidou – 2011.
  • 25 Jahre THEATER DER KLÄNGE / Theatermuseum Düsseldorf 2012/13
  • Mensch – Raum – Maschine / Stiftung bauhaus Dessau – 2014.
  • Sensing the Future: Moholy-Nagy, Media and the Arts – Plug In Institute of Contemporary Art Winnipeg (Kanada) und Bauhaus Archiv Berlin – 2014.

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. vgl. Ensemble. In: theater-der-klaenge.de. www.theater-der-klaenge.de, abgerufen am 15. Oktober 2016.