Technik und Wirtschaft

Wirtschaftszeitung für Ingenieure

Technik und Wirtschaft war eine deutsche Fachzeitschrift, die von 1908 bis 1944 veröffentlicht wurde. Sie wurde vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) herausgegeben. Technik und Wirtschaft erschien zunächst als Beilage in der Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, ab 1920 wurde sie als eigenständige Zeitschrift geführt.

GeschichteBearbeiten

Lange Zeit wurden beim VDI gesamtwirtschaftliche Fragen ausgeklammert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte sich in dessen Vorstand eine Gruppe stark, welche die Ansicht vertrat, dass ein Ingenieur spätestens zum Eintritt in den wirtschaftlichen Wettkampf volkswirtschaftliche Kenntnisse bedürfe.[1] Diese Gruppe etablierte eine vierwöchentlich erscheinende Beilage zur Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, die mit dem Anspruch antrat, den Ingenieur neutral über wirtschaftliche Zusammenhänge zu informieren.[1] Erster verantwortlicher Redakteur war Diedrich Meyer, der später einer der Direktoren des VDI werden sollte.[2]

Die Zeitschrift hatte mit Erstveröffentlichung zu Beginn des Jahres 1908 einen Umfang von zwei Bogen, doch bereits mit Heft vier wurde der Umfang auf drei Bogen erweitert, um der Menge der eingehenden Beiträge gerecht zu werden.[3] 1920 wurde aus der Beilage zur Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure eine eigenständige Zeitschrift.[4] Um 1927/1928 betrug die Auflage von Technik und Wirtschaft ungefähr 8000.[5] Kriegsbedingt[4] wurde Technik und Wirtschaft 1944 eingestellt.[6]

Technik und Wirtschaft erschien zunächst mit dem Untertitel Monatsschrift des Vereins Deutscher Ingenieure, danach mit dem Zusatz Zeitschrift für Wirtschaftskultur. Verlegt wurde sie bis 1923 in Kommission vom Springer-Verlag, anschließend vom VDI-Verlag.[7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Lothar Burchardt: Standespolitik, Sachverstand und Gemeinwohl: Technisch-wissenschaftliche Gemeinschaftsarbeit 1890 bis 1918. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 194–195.
  2. Wolfgang König: Die Ingenieure und der VDI als Großverein in der wilhelminischen Gesellschaft 1900 bis 1918. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 255.
  3. Theodor Peters: Geschichte des Vereines deutscher Ingenieure. Nach hinterlassenen Papieren von Th. Peters – Im Auftrage des Vorstandes herausgegeben und bis 1910 vervollständigt. Selbstverlag des Vereines deutscher Ingenieure, Berlin 1912, S. 124.
  4. a b Oskar E. Schwenninger: Vom Schrifttum des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 722.
  5. Rainer Stahlschmidt: Der Ausbau der technisch-wissenschaftlichen Gemeinschaftsarbeit 1918 bis 1933. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 394–395.
  6. Marie-Luise Heuser, Wolfgang König: Tabellarische Zusammenstellungen zur Geschichte des VDI. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 606.
  7. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 3. Juli 2019.