Tabai (griechisch Tάβαι) war eine antike Stadt in der kleinasiatischen Landschaft Karien, an der Grenze zu Phrygien und Pisidien. Sie lag beim heutigen Kale in der türkischen Provinz Denizli.

Nördlich von Tabai, das auf einem Hügel lag, erstreckte sich eine nach der Stadt benannte Ebene, in der es weitere kleine Ansiedlungen gab. Der französische Epigraphiker Louis Robert erforschte Inschriften und historische Geographie der Gegend in seinem Corpus La Carie II.

In römischer Zeit (vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr.) prägte Tabai eigene Münzen. In der Spätantike war es Sitz eines Bischofs. Auf das Bistum geht das Titularbistum Tabae der römisch-katholischen Kirche zurück.

LiteraturBearbeiten

  • Eckart Olshausen: Tabai. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 5, Stuttgart 1975, Sp. 475.
  • Louis und Jeanne Robert: La Carie: Histoire et géographie historique avec le recueil des inscriptions antiques. Tome II. La plateau de Tabai et ses environs. Adrien-Maisonneuve, Paris 1954 (nicht ausgewertet).

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 37° 26′ N, 28° 51′ O