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Steinberg Media Technologies

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Steinberg Media Technologies

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Rechtsform GmbH
Gründung 1984
Sitz Beim Strohhause 31

20097 Hamburg Deutschland[1]

Leitung

Präsident: Andreas Stelling Geschäftsführer: Thomas Schöpe, Yoshiyuki Tsugawa

Branche Software
Website www.steinberg.net
Stand: 20. November 2016

Die Steinberg Media Technologies GmbH ist ein in Hamburg ansässiges Unternehmen, in dessen Produktpalette sich Software und Geräte zur digitalen Produktion und Bearbeitung von Musik für den professionellen Einsatz finden.

Das Unternehmen wurde 1984 von Karl „Charly“ Steinberg und Manfred Rürup gegründet. Steinbergs erstes Produkt war der MIDI Sequenzer Steinberg Pro 16 für den Commodore 64. Zu Beginn hieß das Unternehmen mit vollem Namen Steinberg Research GbR, trug später dann eine Zeit lang den Namen Steinberg Soft- und Hardware GmbH und war für einige Jahre unter dem Namen Steinberg North America, Inc. in den Vereinigten Staaten tätig. 1999 hatte die Steinberg Media Technologies AG einen Umsatz von 25 Mio. DM und im Jahr 2000 180 Mitarbeiter.[2] Eine geplanter Börsenangang an den Neuen Markt scheiterte. 2001 hatte das Unternehmen 130 Mitarbeiter und einen Umsatz von 20 Mio. DM.[3] Im Januar 2003 wurde die Marke Steinberg von dem US-Unternehmen Pinnacle Systems übernommen, wo Steinberg weitgehend unabhängig seine Produktpalette um Cubase weiterpflegen konnte. Ende 2004 hat Pinnacle den Verkauf von Steinberg an Yamaha bekanntgegeben, die bis dato der Mutterkonzern geblieben sind.[4]

Im Rahmen der Entwicklung seines Flaggschiffs, dem Sequenzer Cubase, definierte Steinberg die VST-Schnittstelle, mittels welcher externe Programme als virtuelle, über MIDI spielbare, Instrumente eingebunden werden können. VST wurde zu einem Quasi-Standard, der von vielen anderen Audiobearbeitungsprogrammen unterstützt wird.[5] Mit Cubase 4 stellte das Unternehmen die dritte Version des VST-Standards vor, die neben einigen technischen Neuerungen auch die qualitative Etikettierung von Plugins einführt. Ende 2014 hat Steinberg Cubase 8 vorgestellt.[6]

Um bei der Ausgabe der Klänge die Verzögerung durch die Audiohardware möglichst gering zu halten, legte Steinberg außerdem auch die Audiotreiberschnittstelle ASIO fest, um Hardwareherstellern das Bereitstellen von spezialisierten Treibern zu ermöglichen. ASIO hat sich als Standard für Audiotreiber etabliert.[7]

Bekannte ProdukteBearbeiten

  • Steinberg Pro 16 (für den Commodore 64)
  • Steinberg Pro 24 (für Atari ST und Commodore Amiga)
  • Steinberg Cubase-Produktreihe (für Atari ST, Apple Macintosh und Microsoft Windows)
  • Steinberg Clean! - Dieses Produkt wurde aus dem Markt genommen.
  • Steinberg Nuendo
  • Steinberg WaveLab
  • Steinberg HALion
  • Steinberg Dorico - Ein Notensatzprogramm
  • Steinberg Sequel
  • Steinberg Groove Agent
  • Steinberg Hypersonic. Ab 2010 als Neuentwicklung unter der Produktbezeichnung „HALion Sonic“
  • Steinberg My MP3 pro. Dieses Produkt wurde vom Markt genommen.
  • Steinberg iC - Mobile App zur Fernsteuerung von Cubase
  • Steinberb Loopmash - Mobile Version auf Basis des Loop-Synthesizer Steinberg Loopmash 2 (derzeit nur für iPod, iPhone und iPad erhältlich Stand 12/2015)
  • Steinberg Nanologue - Mobile Version auf Basis des Steinberg Synthesizers Retrologue (derzeit nur für iPad erhältlich - Stand 12/2015)
  • Steinberg dspMixFX - Mobile App zur Fernsteuerung der DSP-Funktionalitäten von UR-Interfaces (derzeit nur für iPad erhältlich - Stand 12/2015)
  • VST Connect Performer - Remote Recording Lösung für PC, Mac und iPad

WeblinksBearbeiten

  Commons: Steinberg Media Technologies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.steinberg.net/de/extras/impressum.html
  2. Steinberg Media Technologies AG geht an den Neuen Markt, golem.de, 13. September 2000
  3. Cherno Jobatey: Steinberg: Röhren wie Hendrix, Wirtschaftswoche Nr. 46 vom 7. November 2002
  4. Yamaha übernimmt Steinberg, computerbase.de, 21. Dezember 2004
  5. Michael Steppat: Audioprogrammierung: Klangsynthese, Bearbeitung, Sounddesign, Carl Hanser Verlag, 2014, S. 69 [1]
  6. Steinberg veröffentlicht Cubase Pro 8 und Cubase Artist 8, bonedo.de, 3. Dezember 2014
  7. Paul White: Desktop Digital Studio, SMT, 2012, S. 131 [2]