Statute Law

Gesetze und Verordnungen in Ländern des angelsächsischen Rechtskreises, die von den zur Gesetzgebung befugten Organen (vor allem Parlamente) erlassen werden

Statute Law (auch Statutory Law) bezeichnet vor allem in Ländern, die zum angelsächsischen Rechtskreis gerechnet werden, Normen, die von den zur Gesetzgebung ermächtigten Organen – vornehmlich unter Parlamentsvorbehalt stehend – in Gestalt von Gesetzen und Verordnungen erlassen werden.

Das Statute Law bildet dabei den Gegensatz zum Common Law, welches überliefertes Gewohnheitsrecht ist und durch Case Law konkretisiert ist. Case Law ist die Gesamtheit aller Gerichtsentscheidungen mit grundsätzlicher Bedeutung und als eigenständige Rechtsquelle anerkannt. Allerdings gilt der Grundsatz, dass ‚Statute Law‘ ‚Case Law‘ bricht. Das bedeutet wiederum, dass (historische) Präzedenzfälle ihre Geltung verlieren, sobald das Parlament ein den Sachverhalt regelndes Gesetz erlässt.

Praktiziert wird Statute Law:

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Dieter Blumenwitz: Einführung in das anglo-amerikanische Recht. Rechtsquellenlehre, Methode der Rechtsfindung, Arbeiten mit praktischen Rechtsfällen. 7. Auflage, Beck, München 2003, ISBN 3-406-49764-0 (Schriftenreihe der Juristischen Schulung 2).
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