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Stadttheater Bern

Theater und Opernhaus in Bern, Schweiz
Das Konzert Theater Bern von Aussen
Eingangshalle Stadttheater
Innenansicht des Stadttheaters
Bern Stadttheater unten.jpg
Obligation über 10 Franken vom 17. Mai 1899 für den Bau des Stadttheaters Bern

Das Stadttheater Bern am Kornhausplatz 20 in Bern beherbergt eine Dreispartenbühne für Oper, Schauspiel und Ballett.

Das heutige Haus besteht seit 1903. Bei der Eröffnung wurde Tannhäuser von Richard Wagner aufgeführt, eingeleitet von einem Festakt von Joseph Victor Widmann, in dem als allegorische Figur neben Apoll und den Musen auch Frau Berna auftrat.

Seit 2012 ist das Stadttheater Bern Teil der neuen Institution «Konzert Theater Bern»,[1] zu dem neben dem Stadttheater auch das Berner Symphonieorchester gehört. Es ist in dieser Form für die Schweiz ein einmaliges Organisationsmodell und Vierspartenhaus.

GebäudeBearbeiten

Nachdem bereits 1897 ein Architektenwettbewerb für einen Neubau am Platz der alten Reitschule unbefriedigend verlaufen war, wurde der neobarocke Bau – finanziert von einer Aktiengesellschaft – durch den Architekten René von Wurstemberger ab 1901 errichtet und am 25. September 1903 eröffnet.[2] Das Stadttheater ersetzte das zuvor ein Jahrhundert lang bespielte Hôtel de Musique am Theaterplatz, in dem sich heute das Restaurant Du Théâtre befindet.

Am 19. Oktober 1903 beschlossen die Teilhaber der Aktiengesellschaft, das Theaterhaus an die Stadt Bern zu verkaufen; die Gesellschaft wurde aber erst im April 1917 endgültig liquidiert.

IntendantenBearbeiten

ZeitgeschichtlichesBearbeiten

Nach innerbetrieblichen Querelen zwischen Intendant Märki und Schauspieldirektor Cihan Inan wegen eines Rollenbesetzungsstreits wurde der Konflikt durch den Rücktritt des Intendanten im Juli 2018 gelöst. Um «Ruhe und Kontinuität ins Haus bringen» zu können, bot der Stiftungsrat Inan eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre an. Der Schauspieldirektor verlängerte unter den neuen Umständen.[4]

Bekannte ehemalige und aktuelle Schauspieler und Sänger des EnsemblesBearbeiten

Zu den Künstlern, die schon im Stadttheater auftraten, gehören u. a.: Erich Aberle, Robin Adams, Ladislaus Anderko, Karin Anselm, Peter Arens, Wilfried Baasner, Agnes Baltsa, Ruth Baldor, Klara Barlow, Friedhelm Becker, Maria Becker, Richard Bedel, André Benndorf, Theodor Bitzos, Ingrid Bjoner, Peter Binder, William Blankenship, Kurt Böhme, Christian Boesch, Inge Borkh, Renato Bruson, Grace Bumbry, Paul Burkhard, José Carreras, Lisa della Casa, Scipio Colombo, Rudolf Constantin, Fiorenza Cossotto, Alberto Cupido, Josef Danegger, Ratko Delorko, Waltraud Demmer, Helga Dernesch, Plácido Domingo, Eva Maria Duhan, Hellmuth Ebbs, Harald Ek, Uli Eichenberger, Wolfgang Fassler, Gottfried Fehr, Willy Frey, Helmut Förnbacher, William Forney, Hansjoachim Frick, Erich Frohwein, Ursula Füri-Bernhard, Barbara Gilbert, Heidi Maria Glössner, Elsbeth Gmür, Mathias Gnädinger, Käthe Gold, Heinrich Gretler, Günter Gube, Hedda Heusser, Maresa Hörbiger, Mirjana Irosch, Margarete Jacobs, Silvia Jost, Jacob Keller, Richard Kogel, Dagmar Koller, Hanns Krassnitzer, Hansy von Krauss, Sybille Krumpholz, David Kuebler, Albert Kunz, Benno Kusche, Krisztina Laki, Eva Lind, Walter Lederer, Waldemar Leitgeb, Alfred Lohner, Walo Lüönd, Spiro Makri, Georg Mark-Czimeg, Edith Mathis, Franz Matter, Glado von May, Krikor Melikyan, Günther Missenhardt, Martha Mödl, Alexander Moissi, Morris Morgan, Hans-Heinz Moser, Fridolin Mosbacher, Melitta Muszely, Noëmi Nadelmann, Jessye Norman, Julia Pall, Enzia Pircher, Liselotte Pulver, Will Quadflieg, Nelly Rademacher, Wolfgang Reichmann, Nello Santi, Harald Serafin, Christine Schäfer, Elvira Schalcher, Margarethe Schell-von Noé, Maria Schell, Rolf Schimpf, Uwe Schönbeck, Elisabeth Schwarzkopf, Stefan Skodler, Hannes Schmidhauser, Friedrich Schütze, Adolph Spalinger, Hans Stöckl, Isabel Strauss, Stefan Suske, Helga Thieme, Heinz Trixner, Toni von Tuason, Heinz Weihmann, Ortrun Wenkel, Gerty Wiessner, Maria-Luise Willi, Elisabeth Witzmann, Zbyslav Wozniak und Ilse Zielstorff.

Das Stadttheater Bern beschäftigt rund 300 fest- und teilzeitangestellte Mitarbeiter sowie zwischen 50 und 180 Künstler aus über 25 Nationen.

Spielstätte VidmarhallenBearbeiten

Zu Beginn der Intendanz von Marc Adam wurde eine neue Spielstätte in Köniz eröffnet: Die Vidmarhallen beherbergen seit 2007 den Kostümfundus (mit Verleih[5]), zwei Spielstätten für Schauspiel und Ballett, sowie den Ballettsaal.[6]

LiteraturBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stadttheater Bern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. konzerttheaterbern.ch (Memento des Originals vom 23. Oktober 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.konzerttheaterbern.ch
  2. Andreas Hauser, Peter Röllin, Brechtold Weber: Inventar der neueren Schweizer Architektur, 1850–1920. Bern. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): INSA. Band 2. Orell Füssli, Zürich 1986, ISBN 3-280-01716-5, S. 498, Sp. 2, doi:10.5169/seals-3534 (e-periodica.ch [abgerufen am 28. November 2016]).
    Das Inventar der neueren Schweizer Architektur hat mit 1879 einen Zahlendreher im Jahr des Wettbewerbs, siehe N.N.: Konkurrenzen. Neues Stadttheater in Bern. In: Schweizerische Bauzeitung. Band 30, Nr. 5. A. Waldner, Zürich 1897, S. 40 (e-periodica.ch [abgerufen am 28. November 2016]).
  3. professionals.klassik.com
  4. Cihan Inan bleibt Schauspielchef in Bern : Rückkehr mit Vision., Nachtkritik.de vom 14. September 2018, abgerufen 17. September 2018.
  5. stadttheaterbern.ch (Memento des Originals vom 24. Oktober 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadttheaterbern.ch
  6. Stadttheaterbern.ch/ (Memento des Originals vom 15. November 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadttheaterbern.ch

Koordinaten: 46° 56′ 57,7″ N, 7° 26′ 51″ O; CH1903: 600675 / 199810