Hauptmenü öffnen

Stabat Mater (Rossini)

Komposition von Gioachino Rossini

Das Stabat Mater von Gioachino Rossini ist eine von seinen raren geistlichen Kompositionen.

Rossini hatte den Auftrag für die Vertonung des Stabat-Mater-Textes 1831 von dem spanischen Staatsrat und Theologen Manuel Fernández Varela (1772–1834) erhalten. Da Rossini während der Komposition erkrankte, der Auftraggeber aber auf der Fertigstellung des Werkes beharrte, bat Rossini seinen Schüler Giovanni Tadolini (1793–1872), einige noch fehlende Nummern zu ergänzen.[1] Diese Mischfassung wurde an Karfreitag den 5. April 1833 im Convento de San Felipe el Real in Madrid uraufgeführt. Fernández Varela erfuhr nie, dass das Werk das er hörte nicht vollständig Rossinis Feder entstammte.[2]

Nach Fernández Varelas Tod widmete sich Rossini irgendwann zwischen 1838 und 1841 wieder dem Werk und ersetzte die Teile Tadolinis durch neu komponierte, eigene Beiträge. Diese revidierte Version wurde erstmals am 7. Januar 1842 im Théâtre-Italien in Paris dargeboten.[2]

Inhaltsverzeichnis

Musikalische StrukturBearbeiten

Das Stabat Mater ist in zehn Sätze untergliedert:

  1. Introduzione, Coro e Solisti – Stabat Mater dolorosa
  2. Aria per Tenore – Cuius animam
  3. Duetto per Soprano e Mezzosoprano – Quis est homo
  4. Aria per Basso – Pro peccatis
  5. Recitativo per Basso e Coro – Eia, Mater
  6. Quartetto, Solisti – Sancta Mater
  7. Cavatina per Mezzosoprano – Fac ut portem
  8. Aria per Soprano e Coro – Inflammatus et accensus
  9. Quartetto, Solisti – Quando corpus
  10. Finale, Coro – Amen, in sempiterna

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hugo Riemann: Musik-Lexikon. Zweiter Band. 8. Auflage. Max Hesse, Berlin und Leipzig 1916. Nachdruck: BoD – Books on Demand, 2017, ISBN 978-9-92504-482-5, S. 949 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b Klaus Döge: Vorwort. In: Gioachino Rossini: Stabat Mater. Partitur (= Carus 70.089). Carus, Stuttgart 1994, S. IV–V.