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St. Bonifatius (Dortmund)

römisch-katholisches Kirchegebäude in Dortmund
Ansicht vom Fernsehturm
Hauptturm, Chor, Ostseite
„Der brennende Dornbusch“, Kirchenfenster von Hans Kaiser

Die römisch-katholische Kirche St. Bonifatius befindet sich im Dortmunder Stadtbezirk Innenstadt-Ost unweit der Bundesstraße 1.

GeschichteBearbeiten

Die Kirche wurde ursprünglich zwischen 1909 und 1910 nach Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker im Stil der Neoromanik errichtet, jedoch im Zweiten Weltkrieg 1944/1945 stark zerstört. Erhalten blieben der Südostturm und die beiden westlichen Treppentürme.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1951 vom Architekten Emil Steffann ein Neubau entworfen. Unter Einbeziehung der Reste des Vorgängerbaus wurde eine neue Kirche errichtet. Dabei wurden an verschiedenen Stellen des Mauerwerks Trümmersteine des alten Gebäudes eingesetzt.

Es handelt sich um einen stützenlosen, weiträumigen Kirchensaal mit Apsis und einem Nebenraum an der Nordseite, der durch einen großen Rundbogen mit dem Hauptraum verbunden ist. Ein kleinerer Nebenraum an der Nordostseite ist als Kapelle gestaltet. 1967 wurde das Rundbogenfenster dieses Raumes mit der abstrakten, in Rottönen gestalteten Verglasung zum Thema „Der brennende Dornbusch“ von Hans Kaiser ausgestattet.

Die Innenarchitektur betont den Altar als Mittelpunkt. Dabei nahm die Anordnung von Altar und anderen liturgischen Orten die Reformen des Zweiten Vatikanisches Konzils vorweg. Die strenge Schlichtheit des Kirchenbaus steht in franziskanischer Tradition, deren Wirkung man auf häufige Assisi-Aufenthalte Steffanns zurückführt. Im Bereich der Innenausstattung ist der zunächst umstrittene monumentale Taufbrunnen von Heinrich Gerhard Bücker aus dem Jahre 1954 zu erwähnen. Bücker konzipierte diesen Taufbrunnen als Mobile in der Weise, dass der Deckel von drei kräftigen Hanfseilen gehalten wird und eine 125 kg schwere bronzene Taube direk darüber dazu das Gegengewicht bildet. Wird der Deckel für die Taufhandlung angehoben senkt sich die Taube gleichzeitig herab.

Die St.-Bonifatius-Kirche ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[1]

OrgelBearbeiten

Die Orgel der Bonifatiuskirche wurde 1972 von der Lübecker Orgelbaufirma Kemper errichtet. Sie verfügt über 26 Register, die auf drei Manuale sowie Pedal aufgeteilt sind. Spiel- und Registertraktur sind elektrisch, dem Organisten stehen vier freie Kombinationen zur Verfügung. Beim Bau der Orgel wurden mehrere Register des Vorgängerinstruments (Kemper/1954) wiederverwendet. Im Frühjahr 2011 führte die Firma Hey eine Generalüberholung der Orgel durch.

I Hauptwerk C–g3
Prinzipal 08′
Gemshorn 08′
Oktave 04′
Nasat 223
Waldflöte 02′
Mixtur IV-V
Trompete 08′
II Oberwerk C–g3
Weidenpfeife 08′
Gedackt 08′
Ital. Prinzipal 04′
Blockflöte 02′
Terzian II
Scharff IV-VI
Dulzian 16′
Tremulant
III Brustwerk C–g3
Rohrflöte 08′
Sing. Gedackt 04′
Prinzipal 02′
Quinte 113
Zimbel III
Krummhorn 08′
Tremulant
Pedal C–f1
Subbaß 16′
Oktavbaß 08′
Pommer 08′
Rohrpfeife 04′
Weitprinzipal 02′
Posaune 16′
  • Koppeln: Bw/Hw, Ow/Hw, Bw/Ow, Bw/P, Ow/P, Hw/P
  • Spielhilfen
    • feste Kombinationen: Org. Plenum, Tutti, Zungen ab, Zungen Einzelabsteller
    • freie Kombinationen: vier freie Kombinationen, zwei freie Pedalkombinationen
    • Brustwerk schwellbar, Zimbelstern

WeblinksBearbeiten

  Commons: St. Bonifatius Dortmund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nr. A 0395. Denkmalliste der Stadt Dortmund. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, archiviert vom Original am 15. September 2014; abgerufen am 18. Juni 2014 (Größe: 180 kB).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de

Koordinaten: 51° 30′ 1,5″ N, 7° 28′ 24,8″ O