Spiegel TV (Magazin)

deutsches Fernsehmagazin
(Weitergeleitet von Spiegel TV Magazin)

Spiegel TV (Eigenschreibweise SPIEGEL TV) ist ein von Spiegel TV produziertes deutsches Fernsehmagazin, das auf RTL ausgestrahlt wird. Für den Inhalt ist RTL selbst nicht verantwortlich, da es sich bei diesem Sendeplatz um eine gesetzlich vorgeschriebene Drittsendelizenz handelt.

Fernsehsendung
OriginaltitelSpiegel TV
Spiegel TV Magazin logo.jpg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)seit 1988
Produktions-
unternehmen
dctp (seit 1988)
Spiegel TV (seit 1990)
Länge30 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
wöchentlich (montags)
GenreMagazinsendung
TitelmusikGeorge Fenton & Ken Freeman – Mobile Unit
ProduktionAlexander Kluge
Moderation
Erstausstrahlung8. Mai 1988 auf RTL plus

InhaltBearbeiten

Spiegel TV ist eine Fernsehsendung, die über aktuelle Themen aus deutscher und internationaler Politik, Wirtschaft und Gesellschaft informiert.

Das Reportagemagazin verbindet Elemente des klassischen Dokumentarfilms mit denen des aktuellen Politmagazins und wird von Maria Gresz aus einem Fernsehstudio in Hamburg präsentiert. Bis zu seiner Ablösung als Chefredakteur des Nachrichtenmagazins moderierte Stefan Aust im wöchentlichen Wechsel mit Maria Gresz die Sendung. Von 2008 bis 2010 moderierte Gresz die Sendung im Wechsel mit Hendrik Vöhringer und seit 2010 mit Kay Siering.

AusstrahlungBearbeiten

Das Spiegel TV Magazin wurde ab dem 8. Mai 1988 am Sonntagabend ausgestrahlt. Wegen einer Neuordnung der Drittsendeplätze wird es seit dem 2. Juli 2018 montags von 23.25 Uhr bis 0 Uhr gesendet. Die Sendezeit sank dadurch von 45 Minuten auf 35 Minuten.[1] Der Name der Sendung wurde von Spiegel TV Magazin zu Spiegel TV geändert.[2]

Am 18. Juli 2014 teilte RTL mit, dass das Spiegel TV Magazin vorübergehend eingestellt werde. Als Grund wurde ein Formfehler bei der Vergabe der Drittsendeplätze genannt. Der Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt hatte den Vollzug der Zulassung angeordnet und nicht wie vorgeschrieben die Versammlung.[3] Am 28. Juli 2014 ordnete eine Sonderversammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt an, dass die Sendung wieder ausgestrahlt werden muss.[4]

AuszeichnungenBearbeiten

1989 erhielt Stefan Aust für die Sendung vom 9. Oktober 1988, bei der es um einen Nachruf auf Franz Josef Strauß ging, den Adolf-Grimme-Preis mit Silber.[5]

KritikBearbeiten

Im August 2020 kritisierte der Medienjournalist Stefan Niggemeier, dass sich Spiegel TV mit einer fremden Morddrohung als unerschrockenes Medium inszeniert und den Bedrohten im Stich gelassen habe. In einem Jahresrückblick zeigte die Redaktion eine Kugel, die sie angeblich als Reaktion auf einen Bericht über Immobiliengeschäfte eines libanesischen Clans geschickt bekommen habe. Die Kugel wurde aber an einen Libanesen geschickt, der dem Fernsehteam bei den Recherchen in Beirut half und nach weiteren Drohungen nach Deutschland floh. Der libanesische Helfer warf Spiegel TV vor, ihm nach seiner Flucht nicht genügend unterstützt zu haben.[6] Die Redakteure von Spiegel TV bestritten dies und behaupteten, dass er den Libanon sowieso verlassen wollte.[7]

TitelmelodieBearbeiten

Die markante Titelmelodie der Sendung heißt Mobile Unit und wurde von den Engländern George Fenton und Ken Freeman produziert. Der Titel wurde im Jahr 1980 auf der Vinyl-LP Handplayed by Robots über das Musiklabel KPM, welches bekannt für das Verlegen von Produktionsmusik ist, veröffentlicht.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neue Drittsendezeiten bei RTL: "Spiegel TV" ist gerettet dwdl.de, 16. November 2017
  2. "Spiegel TV": Mit neuer Optik und ohne Rausschmeißer dwdl.de, 28. Juni 2018
  3. RTL setzt "Stern TV" und "Spiegel TV" vorerst ab dwdl.de, 18. Juli 2014
  4. RTL muss "Stern TV" und "Spiegel TV" wieder zeigen dwdl.de, 28. Juli 2014
  5. Adolf-Grimme-Preis 1989 grimmepreisarchiv.de
  6. „Spiegel TV“ schmückt sich mit fremden Morddrohungen – und lässt den Bedrohten im Stich uebermedien.de, 22. August 2020
  7. Streit mit libanesischem Helfer: „Spiegel TV“ findet einen Sündenbock uebermedien.de, 23. Oktober 2020