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Slowdive ist eine britische Shoegaze-Band, die zunächst zwischen 1989 und 1995 aktiv war und sich 2014 wiedervereinigt hat.

Slowdive
Primavera Sound 2014
Primavera Sound 2014
Allgemeine Informationen
Genre(s) Shoegazing, Ambient, Dream Pop
Gründung 1989, 2014
Auflösung 1995
Website www.slowdiveofficial.com
Gründungsmitglieder
Neil Halstead
Gesang, Gitarre
Rachel Goswell
Adrian Sell (bis 1989)
Nick Chaplin
Gitarre
Christian Savill
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Neil Halstead
Gesang, Gitarre
Rachel Goswell
Bass
Nick Chaplin
Gitarre
Christian Savill
Schlagzeug
Simon Scott (1989–94, seit 2014)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Ian McCutcheon (1994–95)

BandgeschichteBearbeiten

 
Rachel Goswell auf dem Wave-Gotik-Treffen 2014

Die Gruppe wurde 1989 in Reading gegründet. Nach der Veröffentlichung von drei EPs, die 1992 auf der Compilation Blue Day zusammengefasst wurden, erschien das Debütalbum Just For A Day im September 1991. Der zweite Longplayer Souvlaki folgte im Mai 1993 und gilt heute als Klassiker der Shoegaze-Bewegung. Schlagzeuger Simon Scott verließ die Band bald darauf und wurde durch Ian McCutcheon ersetzt. Die letzte Platte Pygmalion wurde im Februar 1995 veröffentlicht.

Nachdem Slowdive 1995 von ihrem Plattenlabel Creation Records fallen gelassen wurden, formierten Neil Halstead, Rachel Goswell und Ian McCutcheon die Band Mojave 3. Halstead und Goswell traten zudem beide als Solokünstler in Erscheinung. Christian Savill gründete die Gruppe Monster Movie. Simon Scott veröffentlichte mehrere Alben unter eigenem Namen und mit seinen Projekten Inner Sleeve und Televise.

ReunionBearbeiten

Anfang 2014 gaben Slowdive auf ihrer offiziellen Website[1] bekannt, dass sie sich in alter Besetzung wiedervereinen. Zunächst waren für Ende Mai 2014 zwei Shows beim Primavera Sound Festival in Barcelona sowie im Londoner Village Underground geplant. Dies waren die ersten Konzerte der Band seit dem 21. Mai 1994. In der Ankündigung wurde zudem die eventuelle Aufnahme eines neuen Albums in Aussicht gestellt.

Im Laufe des Sommers 2014 fanden weitere, weltweite Festival-Auftritte statt, darunter unter anderem am 8. Juni 2014 beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig und am 14. August 2014 beim Pukkelpop im belgischen Hasselt. Im Herbst 2014 begaben sie sich auf eine Tour durch Nordamerika. Am 5. Mai 2017 veröffentlichte die Band mit dem eponymen Slowdive ihr erstes Album seit 22 Jahren.[2]

StilBearbeiten

Slowdive wurden stilistisch besonders durch Noise-Rock-Bands wie Sonic Youth und My Bloody Valentine, aber auch durch Post-Punk- und Dark Wave-Gruppen wie Siouxsie and the Banshees, The Cure und die Cocteau Twins beeinflusst.[3] Sie verwenden vor allem Gitarren, um einen atmosphärischen Soundteppich zu kreieren, wobei das eigentliche Songwriting zunehmend in den Hintergrund trat. Ab 1993 änderte sich ihr Stil etwas und es wurden vermehrt Ambient- und Electronica-Elemente in die Songs eingearbeitet. Insbesondere das Album Pygmalion wies musikalische Bezüge zu den Werken von Seefeel auf.[4]

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
Deutschland  DE Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1991 Just For A Day
300! 300! 32
(2 Wo.)
300!
1993 Souvlaki
300! 300! 51
(1 Wo.)
300!
2017 Slowdive
33
(1 Wo.)
79
(1 Wo.)
16
(2 Wo.)
50
(1 Wo.)

Weitere Alben

  • 1995: Pygmalion

KompilationenBearbeiten

  • 1992: Blue Day
  • 2004: Catch The Breeze
  • 2010: The Shining Breeze

EPsBearbeiten

Jahr Titel
Album
Charts[5] Anmerkungen
Vereinigtes Konigreich  UK
1991 Morning Rise
83
(1 Wo.)
1993 Outside Your Room
69
(1 Wo.)

Weitere EPs

  • 1990: Slowdive
  • 1991: Holding Our Breath
  • 1993: 5

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Charts[5] Anmerkungen
Vereinigtes Konigreich  UK
1991 Catch the Breeze/Shine
Just for a Day
52
(1 Wo.)

Weitere Singles

  • 1992: Beach Song
  • 1992: She Calls/Leave Them All Behind (Promosingle)
  • 1994: Alison (Promosingle)
  • 2017: Star Roving
  • 2017: Sugar for the Pill

WeblinksBearbeiten

  Commons: Slowdive – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten

  1. slowdiveofficial.com abgerufen am 29. Januar 2014.
  2. Michelle Geslani: Slowdive release self-titled comeback album, Consequence of Sound (5. Mai 2017), abgerufen am 6. Mai 2017
  3. Glasnost Wave-Magazin, Heft-Nr. 29, Interview mit Slowdive, S. 8, September/Oktober 1991.
  4. Pygmalion-Review, Intro, 25. März 1995 (Memento vom 23. Dezember 2014 im Internet Archive)
  5. a b c Chartquellen: DE CH UK US