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Single Point of Failure

Einzelnes Objekt dessen Versagen eine ganze Anlage außer Funktion setzt

Unter einem Single Point of Failure (kurz SPOF) versteht man einen Bestandteil eines technischen Systems, dessen Ausfall den Ausfall des gesamten Systems nach sich zieht.

Bei hochverfügbaren Systemen muss darauf geachtet werden, dass alle Komponenten eines Systems redundant ausgelegt sind. Auch sollte die Diversität eine Rolle spielen. Hierbei kommen Systeme unterschiedlichen Aufbaues (beispielsweise verschiedener Hersteller) für die gleiche Aufgabe zum Einsatz. Damit wird ein gleichzeitiger Ausfall mehrerer Systeme aus einem einzelnen Grund unwahrscheinlicher.

Als einfache Schritte zur Vermeidung von mehreren SPOF im IT-Betrieb kann man mehrere unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) verwenden, Teile des Servers redundant auslegen (Netzteile, und Netzwerkkarten) und die Menge der nutzenden Endgeräte ausreichend erhöhen.

Bei der Anbindung an mehrere Trafos des Energieversorgers, der Einbindung einer Kreuzverkabelung (mehrere Strompfade), eines oder mehrerer Generatoren als Netzersatzanlage, IT-Systemen mit mehreren Netzteilen oder der Verwendung mehrerer STS (Vorschaltgeräten), der redundanten Klimatechnik und multiplen Zugriffen auf die Endgeräte über das betriebseigene Netz (CorporateNetwork) erhält man eine weitgehend gegen Ausfälle abgesicherte Infrastruktur. Die nächste Steigerung der Verfügbarkeit wird durch die Verwendung intern hochredundanter (fehlertoleranter) Server oder Cluster-Systeme erreicht. Darüber hinaus können Ausweichrechenzentren für den Katastrophenfall eingesetzt werden.

Je nach Anforderungen dürfen redundante Geräte nicht am selben Ort betrieben werden. Beim Unfall von Fukushima waren die Diesel-betriebenen Notstromaggregate zwar mehrfach vorhanden, jedoch zerstörte der Tsunami einen großen Teil von ihnen. Je nach Szenario stellt die mehrfache, sonst ausfallsichere Auslegung von Geräten immer noch ein SPOF dar. Dasselbe Problem stellt sich etwa bei der Datensicherung: Wenn Daten auf eine externe Festplatte gesichert werden und diese im eigenen Büro aufbewahrt wird, ist dies in den Szenarien “Laptop durch ausgeschütteten Kaffee zerstört” und “Dieb stiehlt den Laptop” sicherlich ausreichend, aber nicht mehr, wenn ein Brand das gesamte Büro zerstört. In einem solchen Fall müsste die Festplatte zum Beispiel in einem Bankschließfach gelagert werden, um die Redundanz zu gewährleisten.

BeispielBearbeiten

In einer Firma soll das Computernetzwerk gegenüber Strom- und Server-Ausfälle gesichert werden. "SPOF" bezeichnet jeweils ein einzelnes Element, dessen Ausfall das gesamte System beeinträchtigt.

Siehe auchBearbeiten