Sieben Arten Früchte des Landes Israel

Als Sieben Arten (hebräisch שבעת המינים shiv‘at ha-minim) werden sieben Pflanzen bezeichnet, die von der Hebräischen Bibel als kennzeichnend für das Land Israel genannt werden (Dtn 8,7a.8 EU): „Der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, … ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und [Dattel- ]Honig gibt“.

Die ersten Früchte (Bikkurim) der neuen Ernte wurden von jeder dieser sieben Arten zum Jerusalemer Tempel gebracht, und zwar in der Zeit vom Wochenfest (Schawuot) bis zum Laubhüttenfest (Sukkot). Dieses Gebot wird in Dtn 26,1–11 LUT erläutert. Es kann nach der Zerstörung des Tempels nicht mehr befolgt werden.[1]

Die sieben Arten von Früchten haben in der jüdischen Tradition und Kunst einen besonderen Stellenwert. Sie werden zum Beispiel als Dekoration auf religiösen Objekten dargestellt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Sieben Arten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Israel Meir Lau: Wie Juden leben. Glaube, Alltag, Feste. Gütersloher Verlagshaus Mohn, Gütersloh 2014, ISBN 978-3-579-02155-3.