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Seepark Betzenhausen, Flückigersee

Der Seepark im Freiburger Stadtteil Betzenhausen ist das ehemalige Gelände der Landesgartenschau 1986. Es besteht aus einem insgesamt rund 35 Hektar großen Naherholungsgebiet mit einem etwa 10 Hektar großen künstlichen See, dem Flückigersee. Im Nordosten steht der 15 Meter hohe Seeparkturm.

Tempelchen am südwestlichen Seeufer
Japanischer Garten
Seeparkturm

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde auf der Fläche des heutigen Seeparks hauptsächlich Landwirtschaft betrieben. Da aber der dort vorhandene Schotterboden sich nur schlecht für den Anbau von Getreide eignete, siedelte sich in den 1920er Jahren die Firma Flückiger hier an, um Sand und Kies abzubauen. Mit der zunehmenden Ausbreitung der Stadt in Richtung Westen lag das Gebiet immer zwischen der Bebauung, so dass in den 1970er Jahren der Kiesabbau nach und nach eingestellt wurde, um eine Parkanlage zu schaffen.[1]

Damit wurde zu Beginn der 1980er Jahre begonnen, jedoch führte erst die erfolgreiche Bewerbung zur Ausrichtung der Landesgartenschau 1986 zur Ausgestaltung im noch heute bestehenden Umfang. Die Landesgartenschau zählte etwa zwei Millionen Besucher.[2] Im Zuge dieser Umgestaltung wurden auch 260 Mammutbäume gepflanzt, von denen inzwischen viele der Trockenheit und Krankheiten zum Opfer fielen.[3][4] Auch der kiesige Untergrund war für die Bäume nicht ideal. Nachdem 2018 bis auf 42 weitere Mammutbäume gefällt werden mussten, sollen in Zukunft Bäume gepflanzt werden, die mit zunehmender Hitze und Trockenheit zurechtkommen.[5]

Im Osten befindet sich ein Rosengarten, der 2011 neu angelegt und nach dem Stifter und Ehrenbürger als Eugen Martin Anlage benannt wurde.

Im Juli 2019 wurde der Holzsteg zur Rotunde, von wo der Pontonsteg abgeht, wegen Baufälligkeit gesperrt.[6]

Japanischer GartenBearbeiten

1990 wurde im Westen des Gebietes aufgrund der Städtepartnerschaft mit der japanischen Stadt Matsuyama ein 3600 m² großer japanischer Garten gestaltet. Er wurde von dem japanischen Gartenarchitekten Yoshinori Tokumoto aus Matsuyama geplant und ist ein Geschenk der Partnerstadt. Im Herbst 1989 wurde er von drei japanische Gärtnern und zehn Freiburger Gärtnern des Gartenamtes angelegt.

Die großen Felssteine wurden am Schauinsland ausgesucht und die Steinlaternen sind Originale aus Japan. Die spezielle Pflege haben Gärtner des Gartenamtes im Gartenbaubetrieb von Tokumoto in Matsuyama erlernt.[7]

360° Panoramabild von der Plattform des Seeparkturms. Links im Vordergrund Betzenhausen, in der Mitte der Seepark, rechts im Vordergrund Mooswald

WeblinksBearbeiten

  Commons: Seepark Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. freiburg.de (Memento des Originals vom 28. Februar 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/freiburg.de, Zugriff am 27. Mai 2010
  2. Badische-Seiten.de Zugriff am 27. Mai 2010
  3. Simone Lutz: Stadt fällt am Seepark 31 Mammutbäume. Badische Zeitung, 8. November 2017, abgerufen am 20. Oktober 2018.
  4. Hans Sigmund: Nach einem Blitzschlag muss ein Mammutbaum in Herdern gefällt werden. Badische Zeitung, 20. Oktober 2018, abgerufen am 20. Oktober 2018.
  5. BZ-Redaktion: Mammutbäume werden gefällt. Badische Zeitung, 1. Dezember 2018, abgerufen am 1. Dezember 2018.
  6. Vollsperrung Holzsteg zur Rotunde im Seepark. In: freiburg.de. Abgerufen am 20. Juli 2019.
  7. Japangarten - www.freiburg.de. Abgerufen am 26. März 2019.

Koordinaten: 48° 0′ 40,8″ N, 7° 49′ 5,4″ O