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Schneidöl ist ein nichtwassermischbares Kühlschmiermittel zur Verbesserung zerspanender Prozesse. Das Öl verringert dabei die Reibung, kühlt Werkzeug sowie Werkstück und verhindert Korrosion. Falls ein kontinuierlicher Schneidölstrom vorhanden ist, entfernt es auch die Späne von der Bearbeitungsstelle. Die Viskosität der Schneidöle liegt üblicherweise im Bereich zwischen 5 und 50 mm²/s bei 40 °C. Dünnflüssige, d. h. niedrigviskose, Schneidöle werden bevorzugt zum Honen und Schleifen eingesetzt. Mittelflüssige (mittelviskose) Öle finden beim Bohren, Drehen, Fräsen und Reiben Verwendung. Für schwierigere Zerspanungen werden dickflüssige (höherviskose) Schneidöle verarbeitet.

Aus der geringeren Reibung resultiert eine geringere Schnittkraft und Verschleiß, was sich positiv auf die Oberflächengüte, die Maßhaltigkeit und die Standzeit des Werkzeuges auswirkt. Schneidöle sind meist mit einer Reihe Additiven versetzt, die dem Öl eine hohe Druckstabilität verleihen oder ihm ermöglichen, besser an Oberflächen zu haften.

Eingesetzt werden Schneidöle nur dann, wenn die Schmierwirkung wichtiger als die Kühlwirkung ist. Bei sehr schnellen Bearbeitungsprozessen steht die Kühlung im Vordergrund. Hierbei finden bevorzugt wassergemischte Kühlschmiermittel bzw. Kühlschmierstoffe Verwendung.

Zu den nichtwassermischbaren Kühlschmiermitteln gehören neben den Schneidölen auch noch Bearbeitungsöle für Umformungen wie z. B. das Tiefziehen, Walzen, Kaltfließpressen usw.

Traditionell wurde "fettes Rüböl" mit guten Ergebnissen als universelles Bohr- und Schneidöl eingesetzt.[1]

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EinzelnachweiseBearbeiten