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Schillergarten direkt am Blauen Wunder
„Was? der Blitz!
Das ist ja die Gustel aus Blasewitz!“
in Wallensteins Lager (Schiller-Galerie);
Stahlstich von Conrad Geyer nach Pecht, um 1859

Der Schillergarten ist eine der ältesten Gastwirtschaften in Blasewitz. Er befindet sich an der Elbseite des Schillerplatzes, direkt neben Dresdens bekanntester Elbbrücke, dem Blauen Wunder.

GeschichteBearbeiten

 
Schillergarten (2011)

Die Geschichte des Traditionshauses geht zurück bis zum Jahr 1730. Friedrich Schiller soll in dem Lokal, damals die „Fleischersche Schenke“, schon eingekehrt sein. Während seines Aufenthaltes in Dresden von 1785 bis 1787, als er vom Körnerschen Weinberg aus Ausflüge unternahm, lernte er in der Schenke die Gastwirtstochter Johanne Justine Segedin kennen.

Johanne erlangte später durch Schiller literarischen Weltruhm, indem er sie in Wallensteins Lager, dem ersten Teil der Wallenstein-Trilogie, mit den Worten: „Was? der Blitz! Das ist ja die Gustel aus Blasewitz“ verewigte.[1]

Zum 100. Geburtstag des Dichters spendete der Berliner Drucker Ernst Litfaß, Erfinder der Litfaßsäule, der Gaststätte 1859 ein Denkmal, das im Garten aufgestellt wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde das Lokal in Schillergarten umbenannt.

Zu DDR-Zeiten wurde die Gaststätte verstaatlicht und verfiel. Nachdem sie in den 1980er Jahren geschlossen wurde, erwarb eine private Eigentümergemeinschaft Anfang der 1990er Jahre das Haus und renoviert es.

Beim Jahrhunderthochwasser der Elbe im August 2002 wurde der Schillergarten schwer geschädigt und erst 2004 nach einer Sanierung wiedereröffnet.

 
DFI im Biergarten als Weltpremiere: Die Verkehrsmittel-Abfahrten des ca. 200 m entfernten Schillerplatzes werden direkt auf dem Restaurantgelände angezeigt

LiteraturBearbeiten

  • Daniella Fischer: Mein Schillergarten. Dresden-Blasewitz und sein historisches Gasthaus. Dresden 2007, ISBN 978-3-00-021998-6.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. online-Text

Koordinaten: 51° 3′ 6″ N, 13° 48′ 33″ O