Schattengare

Begriff aus Hortikultur sowie Land- und Forstwirtschaft

Schattengare ist ein Begriff aus Hortikultur sowie Land- und Forstwirtschaft. Schattengare bezeichnet die durch Bodenbedeckung (Schatten) entstehende Bodengare der Bodenkrume.

Bodengare ist der für Kulturpflanzen günstige Zustand des Bodens, bei dem alle physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge (Bodenpilze, sowie Mikroflora, Mikrofauna, Würmer und Insekten betreffend) optimal ablaufen.[1]

Kennzeichen eines garen Bodens sind die lockere Krümelstruktur (2 – 4 mm) und dunkle Färbung infolge des hohen Humusgehaltes (Dauerhumus). Im Gegensatz zur Frostgare kann die Schattengare durch Mulchen, Kompostdüngung und pfluglose Anbausysteme (Mulchsaat, Direktsaat) gefördert werden.

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LiteraturBearbeiten

  • Ernst Klapp: Lehrbuch des Acker- und Pflanzenbaues. Verlag Paul Parey Berlin 1941; 2. Aufl. 1944; 3. Aufl. 1951; 4. Aufl. 1954; 5. Aufl. 1958; 6. Aufl. 1967.
  • Karl-Heinrich Hartge: Einführung in die Bodenphysik. Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-89681-6, S. 90.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Mulchbuch : Praxis der Bodenbedeckung im Garten / Dettmer Grünefeld, 2010, ISBN 9783895662188.