Sauerbruch Hutton

Büro für Architektur, Städtebau und Gestaltung

Sauerbruch Hutton ist ein internationales Büro für Architektur, Städtebau und Gestaltung in Berlin, das 1989 von Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch in London gegründet wurde und heute in Berlin ansässig ist.

Experimenta, Heilbronn
Sauerbruch Hutton

Logo
Rechtsform Gesellschaft von Architekten mbH
Gründung 1989
Sitz Berlin
Mitarbeiterzahl 120
Branche Architektur
Website sauerbruchhutton.com

ArchitekturBearbeiten

Entwurfliche Schwerpunkte der Architektur von Sauerbruch Hutton sind der bewusste Einsatz von Materialität und Farbigkeit, die stadträumlich sensible Einbeziehung des vorgefundenen Umfelds und die Entwicklung ökologisch nachhaltiger Planungen.[1]

Zu den bekanntesten Gebäuden aus über 30 Jahren Entwurfstätigkeit zählen die GSW Hauptverwaltung in Berlin, das Umweltbundesamt in Dessau und das Museum Brandhorst in München. Projekte für private und öffentliche Bauherren entstehen in ganz Europa. Zuletzt wurden das Science Centre Experimenta in Heilbronn und das Museumsquartier M9 in Venedig Mestre eröffnet.

Die Architektur von Sauerbruch Hutton wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Für ihr Werk erhielten Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton 1998 den Erich-Schelling-Preis für Architektur, 2003 den Fritz-Schumacher-Preis, 2010 den International Honour Award for Sustainable Building sowie 2013 den Gottfried-Semper-Preis. Für die 2013 fertiggestellte Immanuelkirche in Köln wurde Sauerbruch Hutton der Deutsche Architekturpreis 2015 verliehen.[2]

BürostrukturBearbeiten

Die Verantwortung für das Büro wird von 19 Partnern und 10 Assoziierten geteilt, mit Matthias Sauerbruch, Louisa Hutton und Juan Lucas Young als geschäftsführende Partner. Weitere Partner sind Jürgen Bartenschlag, Andrew Kiel, Peter Apel, Sibylle Bornefeld, Tom Geister, Steffi Gutschwager, Vera Hartmann, Falco Herrmann, Sabine Hertwig, Julia Knaak, Lina Lahiri, Mareike Lamm, Jonas Luther, Bettina Magistretti, Konrad Opitz, David Wegener.[3]

2020 arbeiten ca. 120 Architekten, Gestalter, Techniker, Modellbauer und Verwaltungsfachleute in dem Büro Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH in Berlin.

GeschäftsführungBearbeiten

Bauwerke (Auswahl)Bearbeiten

MöbelBearbeiten

Für das Museum Brandhorst in München stellte ClassiCon in München die von Sauerbruch Hutton gestalteten Munich Chair, Munich Armchair sowie Munich Lounge Chair her, denen 2011 ein Munich Sofa folgte. Der Munich Lounger gewann Anfang 2011 den Interior Design Award der IMM Köln.[5]

Ausstellungen (Auswahl)Bearbeiten

  • WYSIWYG, Wanderausstellung, 1999
  • 1234 – Die Architektur von Sauerbruch Hutton, Pinakothek der Moderne, München, 2006
  • How Soon Is Now, Galerie Judin, Berlin, 2014
  • Oxymoron, Architekturbiennale Venedig, 2018

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

FilmBearbeiten

  • Sauerbruch Hutton Architekten. Dokumentarfilm, Deutschland, 2013, 73 Min., Buch und Regie: Harun Farocki, Produktion: 3sat, Reihe: Duisburger Filmwoche 37, Erstsendung: 10. November 2013 bei 3sat, Inhaltsangabe von 3sat.
    Der Film begleitet die Entwicklung von sechs Projekten im Berliner Büro von Sauerbruch Hutton.

Literatur (Auswahl)Bearbeiten

  • Vera Gloor, Ulrike Kremeier (Hrsg.): Sauerbruch Hutton, Projekte 1990–1996 Projects. Birkhäuser Verlag, Basel 1996, ISBN 3-7643-5348-1
  • Matthias Sauerbruch, Louisa Hutton: GSW Hauptverwaltung Berlin - gsw headquarters berlin, Lars Müller Publishers, Baden 2000, ISBN 3-907078-14-4
  • Fernando Márquez Cecilia, Richard Levene (Hrsg.): El Croquis No. 114(I) - Sauerbruch Hutton Architects - Against Type, El Croquis Editorial, Madrid 2003, ISSN 0212-5633
  • Matthias Sauerbruch, Louisa Hutton: Sauerbruch Hutton Archive, Lars Müller Publishers, Zürich 2006, ISBN 978-3-03778-083-1
  • Monica Gili (Hrsg.): 2G N.52 Sauerbruch Hutton, Editorial Gustavo Gili, Barcelona 2009, ISSN 1136-9647
  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 48 – Museum Brandhorst, München. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2010, ISBN 978-3-936721-99-7
  • Matthias Sauerbruch, Louisa Hutton: Sauerbruch Hutton - Colour in Architecture, Distanz Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-942405-38-6.
  • Matthias Sauerbruch, Louisa Hutton: Sauerbruch Hutton Archive 2, Lars Müller Publishers, Zürich 2016, ISBN 978-3-03778-389-4
  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 107 – Immanuelkirche, Köln. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2016, ISBN 978-3-943242-67-6
  • Hachette Fascicoli (Hrsg.): I Maestri dell'Architettura - Sauerbruch Hutton, Hachette Fascicoli s.r.l, Mailand 2018, ISSN 2610-8542
  • Dr. Sandra Hofmeister (Hrsg.): Edition DETAIL - Sauerbruch Hutton, DETAIL, München 2019, ISBN 978-3-95553-468-4

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Sauerbruch Hutton – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dr. Sandra Hofmeister (Hrsg.): Edition DETAIL - Sauerbruch Hutton. DETAIL, München 2019, ISBN 978-3-95553-468-4, S. 7.
  2. sauerbruch hutton - office. Abgerufen am 16. November 2020.
  3. sauerbruch hutton - office. In: sauerbruchhutton.de. Abgerufen am 12. September 2019.
  4. Fairtrag. Abgerufen am 16. November 2020.
  5. Gesteckt, gestrickt, gestapelt. In: FAZ, 19. Januar 2011, S. 7
  6. Ausgezeichnete Architektur. Deutscher Fassadenpreis 2001 (für VHF). Bröschüre des Fachverbands Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF). (PDF; 2,3 MB)
  7. Gottfried Semper Architekturpreis 2013 an Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch. Sächsische Akademie der Künste, abgerufen am 22. August 2019.
  8. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR): Deutscher Architekturpreis 2015 Deutscher Architekturpreis entschieden