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Salze
Blick von der Steege auf die Salze in der Bad Salzuflener Innenstadt

Blick von der Steege auf die Salze in der Bad Salzuflener Innenstadt

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4628
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Bega → Werre → Weser → Nordsee
Quelle Bei Exter
52° 9′ 30″ N, 8° 47′ 58″ O
Quellhöhe ca. 214 m ü. NN[1]
Mündung Bei Bad Salzuflen in die BegaKoordinaten: 52° 4′ 53″ N, 8° 44′ 40″ O
52° 4′ 53″ N, 8° 44′ 40″ O
Mündungshöhe ca. 71 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 143 m
Sohlgefälle ca. 9,5 ‰
Länge 15 km[2]
Einzugsgebiet 49,098 km²[2]
Linke Nebenflüsse Glimke, Wüstenbeke
Rechte Nebenflüsse Exterbach, Finnebach, Schwaghofbach
Mittelstädte Vlotho, Bad Salzuflen

Die Salze ist ein rechter Nebenfluss der Bega im Nordosten des deutschen Landes Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Das Gewässer hat eine Gesamtlänge von 15 Kilometer. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über das nordwestliche Lipper Bergland zwischen Weser und Werre. Es entspringt auf dem Gelände des Hofes Kelle in Exter an der Steinegge unweit der Quelle des Mittelbach im Gebiet der alten Bauerschaft Solterwisch. Im Gegensatz zu diesem wendet sich der Lauf der Salze aber nach Südwesten und Richtung der Bega. Bei Kilometer 13,9 quert er die Bundesautobahn 2. Er wird bei Bad Salzuflen von der unmittelbar darauf in die Werre mündenden Bega (Bega-Flusskilometer 0,3) aufgenommen. Manche Karten verzeichnen (fälschlicherweise) die Salze als in die Werre mündend und die Bega in die Salze mündend. Der Name Salze deutet wie auch der Name Bad Salzuflen auf örtliche Salzvorkommen hin. Der Name des Vlothoer Ortes Solterwisch bedeutet analog Salzwiese.

Das Gewässer durchfließt auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung die Gemeinden Vlotho und Bad Salzuflen.

Auf ihrem Weg nimmt die Salze flussabwärts betrachtet folgende Gewässer auf:

  • Exterbach (R 9,5)
  • Glimke (L 7,4)
  • Finnebach (R 5,4)
  • Abfluss Caspohl-Quelle (R 4,7)
  • Wüstenbeke (auch "Wüstener Bieke", offiziell ohne Name) (L 4,3); entspringt beim Neuen Dorf, südlich von Wüsten und südöstlich vom Langenberg. Flusslänge: 4,2 Kilometer.
  • Schwaghofbach (R 2,3)
  • Asen (L ?), Asenquelle (52° 5′ N, 8° 47′ O) im Salzufler Stadtwald, durchfließt das Asental und die Asenteiche; dann unterirdisch bis zur Salze

(L/R; KM): Linker rechter Zufluss, bei Flusskilometer, Mündung bei KM 0)

UmweltBearbeiten

In Exter durchfließt die Salze zwei Naturschutzgebiete.

 
Lageplan der Naturschutzgebiets Salze-Glimketal in Vlotho
  • NSG Salze-Glimketal und NSG Salzetal: Entlang der Salze und Glimke ist seit Ende 1998 das 44,8 ha große Naturschutzgebiet Salze-/Glimketal in Vlotho ausgewiesen. Direkt angrenzend ist das 61,4 ha große Naturschutzgebiet Salzetal in Bad Salzuflen, das seit 2005 ausgewiesen ist. Die auf etwa 12 km Flusslänge geschützten Bachtäler sind als für das Ravensberger Land typische Sieksysteme ausgebildet. Diese naturnahen Bachtäler und die Bachauen weisen ausgeprägte Feuchtgrünland- und Waldflächen auf. Die Salze wird fast durchgängig durch Erlen- und Weiden-Reihen begleitet, teilweise ausgeprägt als Erlen-Eschen-Auwald. Zahlreiche Kleingewässer wie Teiche und Fischteiche beherbergen Schwimmblatt- und Ufervegetation, weiter gefährdete Arten und zahlreiche Libellenarten. Das Feuchtland weist viele gefährdete Pflanzenarten vor, stellenweise zum Beispiel Orchideen, Schilfe und Seggenrieder. Bemerkenswert im Gebiet sind die Salzquellen bei Loose, die als FFH-Gebiet ausgewiesen sind. An diesen Binnensalzstellen treten geschützte und salzliebende Pflanzenarten auf: Strand-Milchkraut, Salz-Bunge, Kümmel-Silge und Sumpf-Dreizack.


TourismusBearbeiten

Die Salze speist den Kurparksee im Landschaftspark des Staatsbades, fließt in mehreren Seitenarmen durch den Kurpark Bad Salzuflens und teils überdeckt durch das Stadtzentrum. Flussaufwärts des Landschaftsgartens führen Wanderwege durch das Naturschutzgebiet Salze-/Glimketal.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)