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Salzburger Adventsingen

Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus ist eine alljährliche musikalische Veranstaltung im Advent in der Stadt Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

AllgemeinBearbeiten

 
Maria und Josef des Salzburger Adventsingens

Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus ist die Keimzelle und das Vorbild zahlreicher „Adventsingen“ im gesamten deutschsprachigen Raum. Rund 1,7 Millionen Besucher (jährlich etwa 36.000) haben diese Veranstaltung im Salzburger Advent bereits besucht. Über 150 Sänger, Musikanten, Schauspieler und Hirtenkinder aus Salzburg und den angrenzenden Kulturregionen nehmen an dieser Veranstaltung teil.

Die künstlerische Gesamtleitung und Programmatik liegt in den Händen von Hans Köhl. Als Obmann des Veranstalters Salzburger Heimatwerk ist er gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Stefan Sperr seit 1999 für die Gesamtleitung dieser Veranstaltung verantwortlich.

GeschichteBearbeiten

1946 wurde von Tobi Reiser erstmals ein Salzburger Adventsingen in einem Gesellschafterheim am Salzburger Rudolfskai für Freunde und Weggefährten veranstaltet. Im selben Jahr wurde auch das Salzburger Heimatwerk als Genossenschaft eingerichtet.

 
Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus

Nachdem die adventliche Zusammenkunft immer mehr Zulauf erhielt, übersiedelte man im Jahre 1950 in den Kaisersaal der Salzburger Residenz. Zeitgleich fand das erste Adventblasen vom Glockenspielturm als Einstimmung zum Adventsingen statt. Aus Platzgründen übersiedelte man 1952 in die Große Aula der Universität Salzburg. Karl Heinrich Waggerl (1897–1973) hatte sein Debüt und las zum ersten Mal die „Kleinen Christkindlgeschichten“. Das bis zu seiner Gründung im Jahre 1946 nicht existente Genre „Adventsingen“ wurde zum Synonym für weitere Veranstaltungen ähnlichen Formats.

Im Jahre 1960 fand auf Einladung von Josef Klaus das Salzburger Adventsingen mit sieben Aufführungen erstmals im neu erbauten Großen Festspielhaus statt. 1974 starb der Gründer des Salzburger Adventsingens und Leiter des Salzburger Heimatwerks Tobi Reiser.

Dessen Sohn Tobias Reiser d. J. übernahm die Leitung des Salzburger Heimatwerks und des Salzburger Adventsingens. Ab 1980 fanden unter Einbindung vom Bühnenbildner Siegwulf Turek größere Veränderungen in Bühnengestaltung, Lichtregie und Programmatik statt. Das Salzburger Adventsingen entwickelte sich zu einem szenischen Oratorium mit Parallelen und Bindungen vom biblischen Geschehen zur Gegenwart. 1996 feierte das Salzburger Heimatwerk mit dem Salzburger Adventsingen sein 50-jähriges Bestehen. Das szenische Oratorium „Es ward der Engel Gabriel“ wurde mit Kompositionen von Wilhelm Keller zum Höhepunkt des künstlerischen Schaffens von Tobias Reiser d. J., welcher 1999 unerwartet im 53. Lebensjahr starb.

Hans Köhl und Stefan Sperr übernahmen die Gesamtleitung des Salzburger Adventsingens, wobei Hans Köhl die Hauptverantwortung übertragen wurde. Denkansätze, wie das adventliche Geschehen in einen Handlungsrahmen vom Gründungsjahr 1946 zu setzen oder die Geschichte in einen soziokulturellen Kontext mit den Schöpfern des Salzburger Weihnachtsliedes „Stille Nacht, Heil’ge Nacht“ zu bringen, wurden in neuen szenisch-musikalischen Gesamtwerken realisiert.

Trotz immer mehr werdender „Mitbewerber-Adventsingen“ bleibt der Zustrom zum Salzburger Adventsingen mit jährlich rund 36.000 Gästen ungebrochen. Wurde in der Vergangenheit ein Werk über mehrere Jahre zur Aufführung gebracht, wird seit 2005 alljährlich ein neues oder grundlegend überarbeitetes Salzburger Adventsingen inszeniert.

 
Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus 2011
 
Die Hirtenkinder des Salzburger Adventsingens

CD-ProduktionenBearbeiten

  • Da hat vor dem Stall der Äpfibam bliaht (2000)
  • Salzburger Adventblasen (2000)
  • Siehe, ich bin des Herrn Magd (2002)
  • Jetzt fangen wir zum Singen an (2002)
  • Denn Gott ist die Liebe (2004)
  • Sonst bliebe es ein Traum (2005)
  • Jetzt fangen wir zum Singen an (2006)
  • Da hat vor dem Stall der Äpfibam bliaht (2007)
  • Sie haben uns a Botschaft bracht von einer Stillen, Heil’gen Nacht (2008)
  • Maria (2009)
  • Wer klopfet an (2010)
  • Der Stern (2011)
  • Sonst bliebe es ein Traum (2012)
  • Die schönsten Lieder und Weisen, Folge 1 (2009)
  • Die schönsten Lieder und Weisen, Folge 2 (2011)
  • Sehnsucht (2013)
  • Der Sterngucker (2014)
  • Schnee in Bethlehem (2015)
  • Gib uns Frieden (2016)

DVD-ProduktionenBearbeiten

  • Sonst bliebe es ein Traum (2012)

WeblinksBearbeiten