Salesianerinnenkloster Sulzbach

Kloster in Deutschland

Das Salesianerinnenkloster Sulzbach ist ein ehemaliges Kloster der Salesianerinnen in Sulzbach-Rosenberg in Bayern in der Diözese Regensburg.

Klosterkirche St. Hedwig in Sulzbach
Salasianerinnenkloster Sulzbach
Portal der Klosterkirche St. Hedwig mit dem Doppelwappen „Pfalz Sulzbach“ und „Hessen Rheinfels“

GeschichteBearbeiten

Seit 1755 waren Salesianerinnen in Sulzbach in der Bildung für Mädchen tätig. Das St. Hedwig geweihte Kloster wurde laut Gründungsurkunde vom 8. Mai 1753 durch Eleonore Philippine von Sulzbach, Witwe des Herzogs Johann Christian von Sulzbach, gegründet. Die Herzogin vermachte ihr Ganzes Vermögen nach ihrem Tod dem Kloster, ihr Herz wurde in der Klosterkirche begraben.[1] Die Herzogin verstarb 1759 in Neuburg an der Donau. Ihr Leib ruht in der dortigen Hofkirche, ihr Herz wurde in einem Gefäß nach Sulzbach gebracht, wo es nun hinter der Steintafel an der Südseite neben dem Hochaltar verwahrt wird. Die dortige Inschrift lautet:[2]

Christus ist mein Leben, Sterben ein Gewinn – Herz der erlauchten Herzogin und Gründerin dieses Klosters Eleonora Philippina, geb. am 17.10.1712, gest. 23. Mai 1759 im Alter von 47 Jahren. Sie ruhe in Frieden.

1762 stellte die Vorsteherin des Klosters, Anna Rosalie von Fick, beim Bistum Regensburg einen Antrag auf Errichtung der noch fehlenden, aber "so notwendigen" Kirche. Dem wurde sofort stattgegeben. Den Bau leitete, wie beim Kloster, der Amberger Stadtbaumeister Wolf Dirmann und war 1764 vollendet. Sulzbach war ein Filialkloster des Salesianerinnenklosters Amberg, 1755 bezogen 6 Nonnen aus Amberg das Kloster.[3] Der vierstöckige Klosterbau stößt rechtwinkelig an die Kirche an. 1804 kam es zum Zuzug von Nonnen aus dem aufgelösten Salesianerinnenkloster Amberg, denen ein Aufenthalt bis zu ihrem Lebensende garantiert wurde.

Das Kloster wurde 1809 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Kirche blieb bestehen. In den Klostergebäuden wurden nacheinander 1804 das Königlich-bayerische Rentamt, ab 1827 das Landgericht und 1850 eine Kaserne untergebracht.

WeblinksBearbeiten

Commons: Salesianerinnenkloster Sulzbach-Rosenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Georg Christoph Gack: Geschichte des Herzogthums Sulzbach nach seinen Staats- und Religionsverhältnissen. T. O. Weigel, Leipzig 1847, S. 359 (books.google.de).
  2. Onetz: Das Herz ruht in der Wand. 8. September 2015.
  3. Salesianerinnenkloster Sulzbach. In: Germania Sacra – Klöster und Stifte des Alten Reiches. (adw-goe.de).

Koordinaten: 49° 30′ 15,8″ N, 11° 44′ 13,6″ O