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Südtiroler Schützenbund

Der Südtiroler Schützenbund (SSB) wurde am 2. März 1958 in Bozen in Südtirol gegründet. Er besteht derzeit aus rund 5.100 Schützen und Marketenderinnen, 140 Mitgliedskompanien sowie 3 Schützenkapellen.

Südtiroler Schützenbund
(SSB)
Logo
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 2. März 1958
Ort Bozen (Verwaltungssitz)
Präsident Landeskommandant
Elmar Thaler
Mitglieder 5.068
Website www.schuetzen.com

Inhaltsverzeichnis

Zweck des SchützenbundesBearbeiten

Zweck des Bundes (siehe Statuten des SSB vom 1. Juni 2002[1]) und der ihm angeschlossenen Schützenkompanien sowie Schützenkapellen sind:

  • „die Treue zu Gott, Festhalten am christlichen Glauben und am geistig-kulturellen Erbe der Vorfahren,
  • der Schutz der Heimat und der Tiroler Lebens- und Wesensart,
  • die Einheit des Landes Tirol, die beispielgebende Ausübung der Rechte und Pflichten der Südtiroler zur Erhaltung der Tiroler Wesensart und zur Existenzsicherung der deutschen und ladinischen Volksgruppe in der angestammten Heimat,
  • die Freiheit und Würde des Menschen,
  • die Pflege des Tiroler Schützenbrauchs, der heimatlichen Trachten und der heimatlichen Landschaft und Natur.“

Struktur und Organe des SSBBearbeiten

 
Organisation innerhalb der Schützenkompanien

Der Südtiroler Schützenbund ist in Bezirke gegliedert (Unterland, Wipptal, Pustertal, Brixen, Burggrafenamt, Vinschgau, Bozen). Jede Schützenkompanie, bzw. Kapelle ist einem dieser Bezirke zugeordnet. Innerhalb der Kompanien unterscheidet man zwischen aktiven, unterstützenden, und Ehrenmitgliedern.[2]

Weiters besteht der SSB aus folgenden Organen:

A) Die Bundesleitung (BL) setzt sich zusammen aus:

  • Landeskommandant
  • Landeskommandant-Stellvertreter
  • Bundesgeschäftsführer
  • Bundeskassier
  • Landeskurat
  • 7 Bezirksmajore
  • Referenten
  • Vertreter der ladinischen Kompanien
  • Bundessekretär
  • Adjutant des Landeskommandanten

In der Legislaturperiode 2016–2019 ist Elmar Thaler der Landeskommandant des SSB.[3]

B) Bundesausschuss (BA)

  • Mitglieder der Bundesleitung
  • Bataillonskommandanten
  • Delegierte, wobei jeder Schützenbezirk pro fünf Kompanien einen von ihnen gewählten Delegierten im Offiziersrang entsendet.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Alois Pupp (1900–1969), Südtiroler Landeshauptmann und ehemaliger Landeskommandant des SSB
  • Georg Klotz (1919–1976), Südtiroler Freiheitskämpfer und ehemaliger Landeskommandant-Stellvertreter des SSB
  • Karl Mitterdorfer (1920–2017), deutscher Jagdflieger, ehemaliger Landeskommandant des SSB und Politiker
  • Paul Bacher (* 1937), Sportler und ehemaliger Landeskommandant des SSB
  • Luis Amplatz (1926–1964), Südtiroler Freiheitskämpfer, Mordopfer und Offizier der Schützenkompanie „Major Josef Eisenstecken“ Gries
  • Bruno Hosp (* 1938), Politiker und ehemaliger Landeskommandant des SSB
  • Luis Durnwalder (* 1941), Südtiroler Landeshauptmann und Ehrenmitglied des Schützenbezirkes Brixen
  • Siegfried de Rachewiltz (* 1947), Ethnologe, Kulturhistoriker, Schriftsteller aus Südtirol und ehemaliger Kulturreferent des SSB
  • Michl Ebner (* 1952), Unternehmer, Verleger, Autor, Politiker und ehemaliger Bundesmajor
  • Pius Leitner (* 1954), Politiker und ehemaliger Landeskommandant des SSB
  • Peter Paul Rainer (* 1967), ehemaliger Politiker und Bildungs- und Kulturreferent des SSB

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Reinhard Olt: Standhaft im Gegenwind – Der Südtiroler Schützenbund und sein Wirken für Tirol als Ganzes. Verlag Effekt GmbH, Neumarkt a.d. Etsch 2017. ISBN 978-88-97053-39-2
  • Elisabeth Tauber: Das „Ausrücken“ der Südtiroler Schützen – ein Ritual des öffentlichen Raumes. Eine ethnographisch-anthropologische Annäherung. In: Hannes Obermair u.a. (Hrsg.): Regionale Zivilgesellschaft in Bewegung. Festschrift für Hans Heiss (= Cittadini innanzi tutto). Folio Verlag, Wien-Bozen 2012, ISBN 978-3-85256-618-4, S. 52–67.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statuten des Südtiroler Schützenbundes, schuetzen.com. Abgerufen am 7. Mai 2015.
  2. Die Schützenkompanien, schuetzen.com. Abgerufen am 7. Mai 2015.
  3. Die Bundesleitung 2014–2016, schuetzen.com. Abgerufen am 7. Mai 2015.

Koordinaten: 46° 29′ 54″ N, 11° 21′ 29″ O