Rudolf Schmalfuß (Künstler)

deutscher Maler, Zeichner und Graphiker

Rudolf Schmalfuß (* 20. Februar 1890 in Leumnitz (seit 1919 ein Stadtteil von Gera); † 7. Februar 1957 in Ronneburg, Thüringen), war ein deutscher Maler, Zeichner und Gebrauchsgraphiker.[1]

LebenBearbeiten

Schmalfuß wurde als Sohn eines Gärtners in Leumnitz bei Gera geboren.[2] Ab April 1913 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München im Fach Zeichnen bei Carl Johann Becker-Gundahl. 1938 war er zusammen mit den Malern August Lüdecke-Cleve, Max Eschle, Willi Engelhardt, Paul Süß, Hermann Keimel und Karl Blocherer im Bibliotheksbau des Deutschen Museums im Rahmen einer Aquarellausstellung vertreten. Die Aquarelle waren Ergebnis einer Gemeinschaftsreise der sieben Münchner Künstler. „Im Allgemeinen kennt man die Namen der Aussteller als Graphiker. Hier aber entdeckt man sie als Landschafter und wird nicht weniger erfreut sein“[3] Schmalfuß gehörte in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Umfeld der Schwabinger Bohème. Sein Name findet sich in der Fürmann-Chronik, dem Gästebuch der Künstlerpension Fürmann in Schwabing[4] einem beliebten Treffpunkt der Schwabinger Bohème zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit dem Künstler Willy Hallstein, der Mitarbeiter der Münchner Zeitschrift JUGEND war, verband ihn eine enge Freundschaft. In der Sammlung des Minneapolis Institute of Arts in Minneapolis[5] findet sich eine Zeichnung von Schmalfuß, die Willy Hallstein auf seinem Totenbett zeigt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Manfred Neureiter: Lexikon der Exlibriskünstler. 3.,überarbeitete Auflage. Pro Business, Berlin 2013, ISBN 978-3-863-86449-1.
  2. Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste München. Matrikelnummer 5242.
  3. Jugend. Jahrgang 43, Heft 35, S. 561.
  4. Bibliothek des Münchner Literaturarchivs, Monacensia München
  5. The Minneapolis Institute of Arts, Minneapolis, Minnesota USA, Joseph F. McCrindle Collection