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Eingang zum Nürnberger Rotlichtbezirk an der Frauentormauer

Das Rotlichtmilieu ist eine soziale Umgebung, ein Milieu, das im Umfeld des sexorientierten Gewerbes, etwa der Prostitution, anzutreffen ist und oft seinen Schwerpunkt in einem Rotlichtviertel hat. Der Begriff wird in der Regel wie auch der Begriff Rotlicht als Synonym für Sexarbeit und Sexindustrie negativ wertend benutzt.

Inhaltsverzeichnis

BestandteileBearbeiten

 
Die Reeperbahn in Hamburg bei Nacht

Dem Rotlichtmilieu zugeordnet werden neben den Prostituierten die Eigentümer, Betreiber und Mitarbeiter von Bordellen, Striptease-Bars und teilweise von Sexshops und Table-Dance-Bars, die Zuhälter, Menschenhändler, teilweise auch Dealer, Hehler usw.

Größere Ketten im Bereich von Filmen und Zubehör, etwa die von Beate Uhse gegründete Firma mit dem gleichnamigen Sexversand und Orion, haben es geschafft, Sex außerhalb des Rotlichtmilieus zu kommerzialisieren. Im Bereich der Table-Dance-Bars versuchen Betriebe wie das Hamburger „Dollhouse“ den gleichen Weg einzuschlagen, um neue Kundenschichten zu erschließen. Durch Abgrenzung zur Prostitution soll der Betrieb seriöser erscheinen und so auch Besucher ansprechen, die sich vom Rotlichtmilieu abgestoßen fühlen.

Mit dem Begriff „Rotlichtmilieu“ wird meist auch kriminelles Verhalten (z. B. Drogenhandel, Menschenhandel, Erpressung) assoziiert. Der Kampf um Vorherrschaften steht im Wettbewerb zwischen einheimischen Gruppen, ethnischen Gruppen und Motorradclubs. In Deutschland wird von organisierter Kriminalität gesprochen.[1]

Über ehemalige Kölner „Rotlichtkönige“ drehte 2011 Peter F. Müller den Dokumentationsfilm Wir waren das Miljö.[2]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Rotlichtmilieu – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lagebericht Organisierte Kriminalität de Bundeskriminalamtes 2005, Gliederungspunkt 3.5.6 (Memento des Originals vom 9. Oktober 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bka.de (PDF; 161 kB)
  2. Kölner Stadtanzeiger vom 4./5. Juni 2011, Seite 36 f. Auf DVD erhältlich.