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Rosenmontag

Montag vor dem Aschermittwoch
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"am Montag nach dem vierten Fastensonntag, genannt Laetare" - im Jahre 2019 ist Lätare am 30.3., der Rosenmontag wäre dann am 31.3. und nicht am 4.3. Bei www.zeno.org/Meyers-1905/A/Rosenmontag heißt es auch: "Rosenmontag, der Montag nach dem »Rosensonntag« (Lätare)". Also wäre es 2019 am 31. und nicht am 4.3. Also entweder ist eine Tagesangabe (hier oder im Artikel zu Lätare) falsch oder es gab eine Verschiebung, vgl. Diskussion:Rosenmontag#"Namensvergabe"_unlogisch.
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Der Rosenmontag ist insbesondere im Rheinland und Rheinhessen der Höhepunkt der Karnevalszeit. Er fällt auf den Montag vor Aschermittwoch und liegt zwischen Karnevalssonntag und Karnevalsdienstag. In Karnevalshochburgen wie Köln, Bonn, Düsseldorf oder Mainz wird er mit dem Rosenmontagszug begangen. Hier geben manche Arbeitgeber ihren Mitarbeitern als Brauchtumstag frei; ein gesetzlicher Feiertag ist er aber in keinem Bundesland.

NamensgebungBearbeiten

Nachdem Napoleon karnevalistisches Treiben besonders im Rheinland rigoros unterbunden hatte, sollte der Karneval nach dem Wiener Kongress 1815 reformiert werden. Dazu gründete sich 1823 in Köln das „Festordnende Komitee“,[1] dessen jährliche Hauptversammlung am Montag nach dem vierten Fastensonntag, genannt Laetare, (also vier Wochen nach Karneval) stattfand. Der Sonntag Laetare wird seit dem 11. Jahrhundert auch Rosensonntag genannt,[2] da der Papst an diesem Tag eine Goldene Rose segnete und einer verdienten Persönlichkeit überreichte. Nach seinem jährlichen Sitzungstermin nannte man das „Festordnende Komitee“ auch Rosenmontagsgesellschaft.

Eine andere Erklärung verfolgt das Deutsche Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm. Hiernach sei die Bezeichnung Rosenmontag aus dem Mittelhochdeutschen von „Rasenmontag“, dem „rasenden Montag“ abgeleitet. Das Deutsche Wörterbuch[3] führt die Bezeichnung auf „rasen“, in der kölschen Sprache als „rose“ für „tollen“, zurück.

Im Bereich der schwäbisch-alemannischen Fastnacht wird der Tag, an dem ebenfalls in vielen Hochburgen größere Umzüge stattfinden, meist Fasnetsmontag genannt. In der Schweiz, insbesondere bei der Luzerner Fasnacht, heißt der Tag Güdis-Mäntig.

RosenmontagszugBearbeiten

 
Gemälde Rosenmontagszug auf dem Neumarkt, Köln, 1836

Der erste organisierte Karnevalsumzug fand am 10. Februar 1823 in Köln statt. Um 1830 übertrug man die Bezeichnung des Comitees wahrscheinlich auch auf den Umzug und nannte ihn „Rosenmontagszug“, zumindest bildete sich aus der Bezeichnung Rosensonntag (Laetare) für den mittleren Fastensonntag die Bezeichnung Rosenmontag für den mittleren Karnevalstag heraus.

Von Köln aus verbreitete sich das Rosenmontagsdatum bald im gesamten deutschen Karnevalsbrauchtum. Der erste Düsseldorfer Rosenmontagszug startete am 14. Februar 1825, in Bonn 1828 und der erste Rosenmontagszug in Mainz ging am 26. Februar 1838 und wurde noch als „Maskenzug“ bezeichnet. 1991 fiel der Rosenmontagszug wegen der Eskalation des Zweiten Golfkriegs vielerorts aus, so beispielsweise in Köln, Düsseldorf und Mainz.

TermineBearbeiten

Der Termin des Rosenmontags liegt immer 48 Tage vor dem Ostersonntag und wird wie bei vielen christlichen Tagen, die im liturgischen Jahr eine besondere Funktion haben, nach der Osterformel des beweglichen Ostersonntags berechnet.

Häufigkeit der TermineBearbeiten

  • Von 1900 bis 2009 fiel der Rosenmontag jeweils neunmal auf den 11., 15., 23. oder 27. Februar.
  • Am seltensten, nämlich nur jeweils einmal, fiel der Rosenmontag in dieser Zeit auf den 3., 4. (2008, kürzeste Session seit 95 Jahren und für die nächsten 152 Jahre) und 5. Februar, gefolgt vom zweifachen Vorkommen des 7. und 8. März.
  • Der Schalttag am 29. Februar war zweimal Rosenmontag.
  • Der frühestmögliche Termin, der 2. Februar, fiel zuletzt 1818 auf einen Rosenmontag. Das nächste Mal ist das im Jahre 2285 der Fall.
  • Der früheste Termin im 20. Jahrhundert war der 3. Februar im Jahre 1913. Das nächste Mal ist das im Jahr 2183 der Fall.
  • Der spätestmögliche Termin überhaupt ist der 8. März, letztmals 1943, das nächste Mal im Jahr 2038.

Nächste TermineBearbeiten

Die nächsten Termine sind hier aufgelistet, weitere Termine können auf der als Einzelnachweis aufgeführten Internetadresse abgefragt werden.[4]

  • 2020: 24. Februar
  • 2021: 15. Februar
  • 2022: 28. Februar
  • 2023: 20. Februar
  • 2024: 12. Februar
  • 2025: 03. März
  • 2026: 16. Februar
  • 2027: 08. Februar
  • 2028: 28. Februar
  • 2029: 12. Februar
  • 2030: 04. März
  • 2031: 24. Februar
  • 2032: 09. Februar
  • 2033: 28. Februar
  • 2034: 20. Februar
  • 2035: 05. Februar
  • 2036: 25. Februar

RosenmontagsliedBearbeiten

Seit 1969 gibt es den Evergreen Am Rosenmontag bin ich geboren, komponiert von Charly Niessen, gesungen von Margit Sponheimer.[5]

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Rosenmontag – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Commons: Rosenmontag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Andre Hünseler: Woher kommt der Kölner Karneval? In: KölnTourismus.de. Archiviert vom Original am 17. Juli 2017; abgerufen am 26. November 2018.
  2. Hintergrund – Als Rosenmontag noch Rosensonntag war. In: sueddeutsche.de. 19. Februar 2007, archiviert vom Original am 13. Dezember 2009; abgerufen am 26. November 2018.
  3. Gerhard Wahrig: Deutsches Wörterbuch. 1968, Sp. 2968
  4. Wann ist Karneval Webseite zum Berechnen der zukünftigen Karnevalstermine (Serviceseite Karneval der Kreissparkasse Köln)
  5. Margit Sponheimer – Zwei Grenadiere / Am Rosenmontag bin ich geboren bei Discogs (englisch)