Hauptmenü öffnen

Das Roman Herzog Institut e. V. mit Sitz in München ist ein interdisziplinär arbeitender Think Tank, der von bayerischen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden finanziert wird.[1] Es befasst sich mit gesellschaftspolitische Fragen rund um die Zukunft der Arbeit und mit der Ethik in der Sozialen Marktwirtschaft. Das Institut veranstaltet Workshops, Salonstreitgespräche und Fachsymposien zu Themenbereichen wie „Freiheit“, „Generationen“, „Gerechtigkeit“, „CSR“, „Familie“, „Vertrauen“, „Megatrends der Arbeit“.

Roman Herzog Institut e. V.
160928 RHI-Logo-Relaunch.jpg
Zweck: Think tank
Vorsitz: Randolf Rodenstock
Geschäftsführer: Neşe Sevsay-Tegethoff
Gründungsdatum: 2002
Sitz: München
Website: www.romanherzoginstitut.de

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und AufbauBearbeiten

Das Institut wurde 2002 auf Initiative des Unternehmers und Wirtschaftsfunktionärs Randolf Rodenstock gegründet. Altbundespräsident Roman Herzog war Schirmherr und Namensgeber des RHI. Sein Denken – insbesondere im Hinblick auf Bildungspolitik und Freiheit der wirtschaftlichen Neugestaltung – betrachtet das RHI als wegweisend für die Ausrichtung des Instituts.[2][3]

Die Träger des RHI sind die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, der Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro und der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie.

In Organisation, Struktur und strategischer Ausrichtung ähnelt das RHI der ebenfalls arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Auf personeller Ebene gibt es einige Überschneidungen: RHI-Vorsitzender Rodenstock ist zum Beispiel Botschafter der INSM.[4] Roman Herzog trat für Kampagnen der INSM in Erscheinung.[5][6] Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln ist gleichermaßen enger wissenschaftlicher Kooperationspartner des RHI und der INSM.[7][8]

Seit 2014 vergibt das RHI einmal jährlich den Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft an drei Nachwuchswissenschaftler, die sich in ihren Dissertationen oder Habilitationen mit dem Thema Soziale Marktwirtschaft auseinandersetzen.

VeröffentlichungenBearbeiten

In seinen Publikationen erarbeitet und veröffentlicht das RHI Denkansätze und konkrete Vorschläge und liefert nach eigenem Selbstverständnis Diskussionsstoff unter anderem für ein neues Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft. Dabei fließen immer wieder aktuelle Diskussionen ein – so etwa die Debatte um die Vorzüge und Nachteile eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bürger, wie auch zur ethischen Verantwortung von Managern und Unternehmern. Auf der Internetpräsenz des RHI werden die Publikationen kostenfrei zum Download zur Verfügung gestellt.[9]

BeiratBearbeiten

Bei der grundlegenden Ausrichtung der Forschungsarbeit wird das Institut von einem wissenschaftlichen Beirat[10] unterstützt und beraten. Mitglieder des Beirats sind Werner Abelshauser, Bruno S. Frey, Dieter Frey, Nils Goldschmidt, Rolf Gröschner, Karl Homann, Stefan Hradil und Dagmar Schipanski.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Idee, Gründung und Träger des Instituts. In: www.romanherzoginstitut.de. Abgerufen am 12. Januar 2017.
  2. Ziele und Aufgaben des Roman Herzog Instituts (Memento des Originals vom 18. Juli 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.romanherzoginstitut.de Website des RHI. Abgerufen am 30. Juni 2016.
  3. Sabina Jeschke: Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel: Beiträge der Demografietagung des BMBF im Wissen­schafts­jahr 2013. Campus Verlag 2013, ISBN 3-593-50055-8, S. 32.
  4. INSM: Stimmen der Sozialen Marktwirtschaft. In: www.insm.de. Abgerufen am 12. Januar 2017.
  5. Magazin "Moderner Staat - Schlanker Staat": "Diät-Tipps" für ein modernes Gemeinwesen. In: presseportal.de. (presseportal.de [abgerufen am 12. Januar 2017]).
  6. Früherer Bundespräsident stellt sich hinter Anliegen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft / Herzog: "Soviel Sozialstaat ist unsozial". In: presseportal.de. (presseportal.de [abgerufen am 12. Januar 2017]).
  7. Idee, Gründung und Träger des Instituts. In: www.romanherzoginstitut.de. Abgerufen am 12. Januar 2017.
  8. INSM: Alles über die INSM. In: www.insm.de. Abgerufen am 12. Januar 2017.
  9. Publikationen des Roman Herzog Instituts – Veröffentlichungen. Website des RHI. Abgerufen am 30. Juni 2016.
  10. Der Beirat des Roman Herzog Instituts – Forschungsarbeit. Website des RHI. Abgerufen am 30. Juni 2016.