Rheinstraße (Bremerhaven)

Die Rheinstraße ist eine zentrale Erschließungsstraße in Bremerhaven, Stadtteil Geestemünde (Nord). Sie führt überwiegend in Süd-Nord-Richtung von der Schillerstraße und Bismarckstraße bis zur Elbestraße und Stresemannstraße. Dabei teilt sich die Straße am Ende auf (Richtung Nord und Richtung West).

Rheinstraße
Wappen
Straße in Bremerhaven
Rheinstraße
Geestemünde 1934: Mittig die Rhein- und die Schillerstraße
Basisdaten
Stadt Bremerhaven
Stadtteil Geestemünde
Angelegt 19. Jahrhundert
Querstraßen Bismarckstraße, Am Holzhafen, Karolingerstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Bleßmannstraße

Mozartstraße, Elbestraße, Stresemannstraße

Nutzung
Nutzergruppen Autos, Fahrräder und Fußgänger
Straßen­gestaltung zweispurige Straße
Technische Daten
Straßenlänge 1300 Meter
Holzhafen, Christuskirche und links die Rheinstraße

Die Querstraßen und die Anschlussstraßen wurden benannt u. a. als Schillerstraße nach dem Dichter Friedrich Schiller (1759–1805), Bismarckstraße nach dem ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches Otto von Bismarck (1815–1898) (früher Leher Straße), unbenannter Weg, Am Holzhafen (früher Hafenstraße), Karolingerstraße nach dem auf Karl Martell zurückgehenden Herrschergeschlecht (751 bis 911/987), Friedrich-Ebert-Straße um 1945 nach dem ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871–1925) (früher Hohenzollern-Ring), Bleßmannstraße nach dem Bürgermeister (1889/99) von Geestemünde Hermann Bleßmann, Mozartstraße nach dem Komponisten (1756–1791), Elbestraße nach dem Fluss und Stresemannstraße 1929 und 1945 nach dem Reichskanzler und Außenminister Gustav Stresemann (1878–1929); ansonsten siehe beim Link zu den Straßen.

GeschichteBearbeiten

NameBearbeiten

Die Rheinstraße wurde benannt nach dem 1232,7 km langen Rhein, dem größten Strom in Deutschland. Sie wurde früher als Leher Chaussee bezeichnet, die zur Gemeinde Lehe führte.

EntwicklungBearbeiten

Ab 1845 wurde Geestemünde durch das Königreich Hannover als Hafenstadt angelegt, mit einem Straßenraster, zu dem auch später die Rheinstraße gehörte. 1875 wurde die Christuskirche Bremerhaven-Geestemünde eingeweiht, 1877 entstand der Holzhafen Geestemünde, 1902 das Elektrizitätswerk an der Straße und 1908 in der Nähe die Wilhelm-Raabe-Schule. 1924 fand die Vereinigung von Lehe und Geestemünde zu Wesermünde statt und 1939 kam Alt-Bremerhaven (heute Mitte) hinzu. 1934 war ein Großbrand im Holzhafen; er verlor seinen Zweck und wurde um zweidrittel verkleinert. 1938/39 wurde eine vierspurige Betonstraße von der Rheinstraße bis zur Melchior-Schwoon-Straße ausgebaut.

VerkehrBearbeiten

Im Nahverkehr von BremerhavenBus tangiert die Straße an der Bismarckstraße die Linien 501, 503, 504, 505, 506, 507, 510 und HL zum Hauptbahnhof; in den Wochenendnächten zusätzlich der Moon-Liner (ML) sowie an der Stresemannstraße die 503 und 507.[1]

Gebäude und AnlagenBearbeiten

Die Straße hat überwiegend eine drei- bis sechsgeschossige Bebauung.

Erwähnenswerte Gebäude und Anlagen

  • Der Holzhafen mit Grünanlage
  • Nr. 2–6: 4-gesch. Wohn- und Geschäftshäuser von um 1900
  • Nr. 16: 3-gesch. neueres Wohn- und Geschäftshaus mit Restaurant Westfälischer Hof
  • Nr. 20 bis 26 und 44: Fünf 2- und 3-gesch. ältere Giebelhäuser
  • Nr. 17/23: 5-gesch. Wohnhaus mit Staffelgeschoss von 2019 mit 39 Wohnungen nach Plänen von Ingrid Spengler und Manfred Wiescholek, Hamburg
  • Um Nr. 29: Frühere Elektro-Werke von 1902
  • Nr. 31: 3-gesch. Wohn- und Geschäftshaus von um 1900
  • Nr. 33 Ecke Karolingerstraße: 5-gesch. neueres Wohn- und Geschäftshaus mit Lehrinstitut für Orthographie und Schreibtechnik (LOS)
  • Nr. 35: 4-gesch. Wohn- und Geschäftshaus von um 1900
  • Friedrich-Ebert-Straße Nr. 10: 3-gesch. mehrflügelige, rotsteinverblendete, denkmalgeschützte Wilhelm-Raabe-Schule von 1908 im Reformstil nach Plänen vom Stadtbaumeister Karl von Zobel; seit 2011 Oberschule der Klassen 5–10:[2]
  • Nr. 67 : 1- und 2-gesch. neuere Neuapostolische Kirche Bremerhaven
  • Nr. 82/84 und Bleßmannstraße: 6- bis 8-gesch. Wohnanlage aus den 1970/80er Jahren in L-Form
    • Hier befand sich die kriegszerstörte Apostolische Kirche
  • Nr. 86/94 und Mozartstraße: 3- bis 7-gesch. Wohnanlage aus den 1970/80er Jahren in L-Form
  • Zwischen Mozart- und Stresemannstraße: Gewerbegebiet im Osten
  • Nr. 109: 1-gesch. Gebäude von 1963 mit Stadtjugendring Bremerhaven und dem Haus der Jugend sowie der Jugendbücherei; davor Grünanlage
  • Zwischen Rhein- und Elbestraße Nr. 114/116: 13- bis 14-gesch. Wohnhochhausanlage

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Paul Homann: Bremerhavener Streckennetze (ÖPNV) seit 1881. In: Internetseite BremerhavenBus.
  2. Denkmaldatenbank des LfD Bremen

Koordinaten: 53° 32′ 27,3″ N, 8° 35′ 41,4″ O