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Pfeilspitzen der Remedello-Kultur

Die Remedello-Kultur ist eine archäologische Kultur der italienischen Kupfersteinzeit (3. Jahrtausend v. Chr.) in Oberitalien, benannt nach dem Gräberfeld Remedello Sotto, 25 km südöstlich von Brescia. Die eng mit der Glockenbecherkultur verbundene Remedello-Kultur hatte ihr Hauptverbreitungsgebiet in der Emilia-Romagna, der Lombardei, der Toskana und in Venetien. In über 100 Gräbern wurden Hockerskelette mit Beigaben aus Kupfer, Keramik und Steatitperlen gefunden. Die Pfeilspitze in der Gletschermumie Ötzi ist ebenso kennzeichnend für die Remedello-Kultur wie der Statuenmenhir von Latsch und Stabdolche.

ChronologieBearbeiten

Italienische Wissenschaftler gliedern die Remedello-Kultur in zwei Abschnitte:

Remedello I : 3400 [3] / 3200 BC - 2800 BC (ältere Kupfersteinzeit);

Remedello II: 2900 [3] / 2800 BC - 2400 BC (entwickelte Kupfersteinzeit).

Danach wurden noch einige Reste bis in die Bronze- und sogar die Eisenzeit gefunden.

LiteraturBearbeiten

  • Andreas Lippert, Michael Schultz, Stephen J. Shennan und Maria Teschler-Nicola (Hrsg.): Mensch und Umwelt während des Neolithikums und der Frühbronzezeit in Mitteleuropa. Ergebnisse interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Archäologie, Klimatologie, Biologie und Medizin. Internationaler Workshop vom 9.–12. November 1995, Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien. (= Internationale Archäologie, Band 2) ISBN 3-89646-432-9