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Red Bull Cola

Cola-Getränk der Red Bull GmbH
Red Bull Cola 250-ml-Dose

Red Bull Cola ist ein Cola-Getränk der Red Bull GmbH.

Inhaltsverzeichnis

VerfügbarkeitBearbeiten

Seit 2008 ist Red Bull Cola in Österreich, der Slowakei, der Schweiz, Deutschland, Italien, Spanien, in den Niederlanden, Großbritannien, Irland, Ungarn, Belgien, Luxemburg und Russland erhältlich. In den USA wurde Red Bull Cola zu Beginn nur in Las Vegas verkauft, zwischenzeitlich erfolgte der Vertrieb aber landesweit. Im August 2011 wurde der Vertrieb in den USA wegen mangelnden Absatzes eingestellt.[1] Geliefert wird die fertige Zubereitung ausschließlich aus der Produktion in Europa. Produziert wird es wie Red Bull in Werken von Rauch Fruchtsäfte in Österreich und der Schweiz. Eine Lizenzproduktion existiert nicht.

Im Sommer 2018 wurde die klassische Variante von Red Bull Cola durch eine Bio-Variante im Rahmen der Reihe „Organics by Red Bull“ ersetzt.[2] Die neue Variante hat einen geringeren Kräuteranteil und ist nur noch in 250-ml-Dosen erhältlich.

ZutatenBearbeiten

Red Bull bewirbt mit dem Slogan Strong & Natural, dass das Getränk aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt wird. Es enthält im Gegensatz zu anderen Cola-Getränken keine Phosphorsäure, Konservierungsstoffe, künstlichen Farbstoffe und keine künstlichen Aromen. Der Zuckeranteil liegt unter dem von Coca-Cola (Coca-Cola 10,6 g/100 ml, Red Bull Cola 8,8 g/100 ml).

Die klassische Version von Red Bull Cola enthielt Wasser, Zucker (8,8 %), Kohlensäure, Karamellzuckersirup, sowie folgende natürliche Aromen aus Pflanzenextrakten (0,37 %): Galgant, Vanilleschoten, Senfsamen, Koffein aus Kaffeebohnen (0,013 %), Limette, Kolanuss, Kakao, Süßholz, Zimt, Zitrone, Ingwer, Cocablatt[3], Orange, Ackerminze, Pinie, Kardamom, Muskatblüte, Nelke, Zitronensaftkonzentrat. Sie war in 250-ml- und 355-ml-Dosen erhältlich.

Die „Organics by Red Bull“-Variante enthält Wasser, Zucker (8,8 %), Karamellzuckersirup, Kohlensäure sowie folgende natürliche Aromen aus Pflanzenextrakten (0,33 %): Koffein aus Kaffeebohnen (0,013 %), Zitrone, Ingwer, Limette, Vanille, Süßholz, Galgant, Zimt, Kolanuss, Kakao, Orange, Cocablatt, Kardamom, Minze, Pinie, Muskatblüte, Nelke; Zitronensaftkonzentrat.[4] Sie ist in 250-ml-Dosen erhältlich.

Stiftung Warentest fand 2016 in Red Bull Cola 3 Gramm Alkohol pro Liter (0,3 %) obwohl in Erfrischungsgetränken nur 0,2 % erlaubt sind.[5]

VerkaufsverbotBearbeiten

Am 19. Mai 2009 wurde der Verkauf von Red Bull Cola in Hessen durch die hessische Lebensmittelaufsicht untersagt, da in Red Bull Cola Spuren von Kokain in der Höhe von 0,4 Mikrogramm pro Liter[6] durch das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurden. Ebenso wurde das Getränk in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Niedersachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz aus dem Verkehr gezogen.[7] Der Verkauf des Getränkes falle unter das Betäubungsmittelgesetz und verstoße gegen das Lebensmittelrecht. Da Verbraucherschutz Sache der Länder ist, stehen Einzelentscheidungen der Bundesländer an. Red Bull Cola sowie andere Lebensmittel, die Cocablattextrakte enthielten, gelten allerdings nach Angaben des Unternehmens sowohl in der EU als auch in den USA als unbedenklich und verkehrsfähig.[8][9][10] Ebenso stellte das Bundesinstitut für Risikobewertung fest, dass die in den Proben gefundenen Mengen gesundheitlich unbedenklich sind. Sie lägen 7.000- bis 20.000-fach unter der Wirkgrenze.[11][12]

Das Verkaufsverbot wurde am 24. August 2009 aufgehoben.[13]

Im Juni 2009 wurden in Österreich aufgrund der Kokainfunde Grenzwerte für dekokainisierte Kokablattextrakte in der Suchtgiftverordnung festgelegt.[14][15]

SonstigesBearbeiten

Red Bull bewarb das Getränk mit dem Slogan „Das Cola von Red Bull“. Durch diesen bewusst gewählten Werbeauftritt sorgte man in weiten Teilen Deutschlands für Verwirrung, weil dort im Gegensatz zu Österreich für Cola nicht der sächliche Artikel verwendet wird.[16]

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. dpa: Keine Red Bull Cola für die USA. In: Handelsblatt. 8. August 2011, abgerufen am 1. April 2015.
  2. Red Bull will ab April völlig neue Produkte auf den Markt bringen und macht Coca-Cola Konkurrenz. In: Business Insider Deutschland. (businessinsider.de [abgerufen am 24. August 2018]).
  3. Das in der Schweiz vertriebene Red Bull Cola enthält kein Cocablatt.
  4. Zutaten in ORGANICS Simply Cola by Red Bull :: Red Bull Österreich. Abgerufen am 24. August 2018 (österreichisches Deutsch).
  5. Hannoversche Allgemeine Zeitung, Hannover, Niedersachsen, Germany: Pepsi verliert, Coca Cola gewinnt: Der Cola-Test der Stiftung Warentest 2016 – HAZ – Hannoversche Allgemeine. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  6. Mohnbrötchen sind gefährlicher. In: Tagesspiegel vom 25. Mai 2009
  7. Mehrere Länder verbieten Kokain-Cola.@1@2Vorlage:Toter Link/www.sueddeutsche.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Süddeutsche Zeitung vom 23. Mai 2009
  8. Kokain-Spuren in Red Bull Cola. Bei: N24 Stand: 22. Mai 2009
  9. Verkauf verboten: Kokain-Spuren in Red Bull Cola.@1@2Vorlage:Toter Link/www.rp-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: RP Online Stand: 22. Mai 2009
  10. Kokain in der Cola. (Memento vom 25. Mai 2009 im Internet Archive) In: Netzeitung vom 22. Mai 2009
  11. Bundesinstitut erklärt Koks-Cola für unbedenklich. In: Die Welt vom 25. Mai 2009
  12. Bundesinstitut für Risikobewertung: Kein Gesundheitsrisiko durch den Cocaingehalt in Red Bull Simply Cola. (PDF; 67 kB) Gesundheitliche Bewertung Nr. 020/2009 des BfR vom 27. Mai 2009
  13. gxb/AP: Bundesinstitut stuft Getränk als ungefährlich ein. In: focus.de vom 25. Mai 2009
  14. Red Bull: Kokainspuren in Cola nun legal. Bei: orf.at vom 17. Juni 2009
  15. BGBl. II Nr. 173/2009: Änderung der Suchtgiftverordnung.
  16. Der "Die-das"-Streit, Orf.at, abgerufen am 19. November 2017