Rechtschaffenheit

Rechtschaffenheit wird beschrieben als die Neigung und das Bestreben, den Pflichten seines Standes gegenüber Gott und den Menschen Genüge zu tun.[1] In den Texten des Alten Testamentes wird Rechtschaffenheit vielfach als bedeutende Eigenschaft hervorgehoben, ohne eine klare Definition anzugeben, was darunter inhaltlich zu verstehen ist. Wenn Charakteristika genannt werden, dann sind dies die rechte und wohltuende Sprache des rechtschaffenen Menschen sowie sein beherrschtes Verhalten. So könne bspw. der weise König durch rechte Sprache Recht schaffen für die Geringeren, wodurch er im Gegenzug seinen Anspruch auf den Thron legitimieren würde. Als Gegenspieler des Rechtschaffenen wird im Alten Testament der Frevler angeführt.[2]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • (Anonym) Die Wirkung der Rechtschaffenheit. Ein Lustspiel in einem Aufzuge von Friedrich Wilhelm Weiskern. Aus dem Französischen übersetzt. Wien: Krauß 1762.
  • Christian Jakob Wagenseil: Die belohnte Rechtschaffenheit : Ein Schauspiel mit Gesang in e. Akt
  • Johann Christian Brandes: Der Graf von Olsbach, oder die Belohnung der Rechtschaffenheit : Ein Lustspiel in fünf Aufzügen; Aufgeführt auf dem k. k. privileg. Theater. 1770.
  • Von Wegraümung der Hindernisse der Christlichen Rechtschaffenheit / hrsg. und allen Geistlichen der Protestantischen Kirche zugeeignet von J. C. Lavater. Schaffhausen : gedruckt bey Benedikt Hurter, 1772.
  • Anleitung zur Rechtschaffenheit : oder das für die in den Trivialschulen lernende wallachische Jugend bestimmte Lese-Buch. Ofen: Verlag d. kgl. Universität, 1798.

WeblinksBearbeiten

Wiktionary: Rechtschaffenheit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Anleitung zur Rechtschaffenheit oder das für die in den Trivialschulen lernende wallachische Jugend bestimmte Lese-Buch. Ofen: Verlag d. kgl. Universität, 1798 (S. 45)
  2. Jutta Hausmann: Studien zum Menschenbild der älteren Weisen. J. C. B. Mohr, Tübingen, 1995; ISBN 3161461452 (S. 288 und S. 344)