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Als Rechenwerk[1][2] oder Operationswerk bezeichnet man in der Mikroelektronik und technischen Informatik ein Schaltwerk zur Ausführung der Maschinenbefehle eines Computerprogramms.

ErklärungBearbeiten

Der Begriff wird häufig synonym mit arithmetisch-logische Einheit (ALU) gebraucht, genau genommen stellt eine ALU jedoch lediglich eine (von oft vielen) Funktionseinheiten eines Rechenwerks dar, das zusätzlich aus einer Reihe von Hilfs- und Statusregistern besteht. Neben den Funktionseinheiten existiert außerdem bei vielen Rechenwerken eine Sprungvorhersagelogik oder eine Out-of-Order-Steuerung. Darüber hinaus kann ein Rechenwerk auch mehrere ALUs enthalten. So bestehen Gleitkomma-Rechenwerke neben den Registersätzen aus zwei ALUs zur separaten Manipulation von Exponent und Mantisse einer Gleitkommazahl. Die ALU selbst enthält hingegen keine Registerzellen und stellt somit ein reines Schaltnetz dar. Moderne Hochleistungsrechner verfügen über eine große Anzahl von Rechenwerken, die unabhängig voneinander arbeiten und jeweils auf die Ausführung bestimmter Befehle spezialisiert sind.

Execution UnitBearbeiten

Auf Beschleunigerkarten oder Grafikkarten fasst eine Execution Unit mehrere hochspezialisierte Rechenwerke zusammen. Beispielsweise besitzt der Grafikchip HD Graphics 630 24 Execution Units mit insgesamt 192 Shadern, also 8 Shadern pro Execution Unit.

Siehe auchBearbeiten

EinzelbelegeBearbeiten

  1. Prozessor-Architektur. In: Elektronik Kompendium, 2016
  2. Rechenwerk. In: ITWissen; abgerufen am 9. August 2016