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Die ROH Pure Championship war ein Wrestlingtitel der US-amerikanischen Wrestlingpromotion Ring of Honor (ROH), der von 2004 bis 2006 bestand. Wie alle Wrestlingtitel wurde er im Rahmen einer Storyline vergeben.

ROH Pure Championship
Daten
Inhaber ROH Wrestling
Eingeführt 14. Februar 2004
Eingestellt 12. August 2006
Ehemalige Namen

ROH Pure Wrestling Championship

BesonderheitenBearbeiten

Für den ROH Pure Championship galten besondere Regeln:

  1. Jedem Wrestler standen drei „Rope Breaks“ zur Verfügung, das hieß die Wrestler konnten drei Mal unter die Seile gelangen, um einem Aufgabengriff oder einem Pin zu entkommen. Anschließend galt dies nicht mehr.
  2. Schläge ins Gesicht durften nicht mit der geschlossenen Faust erfolgen. Beim ersten Mal gab es eine Verwarnung, bei jedem weiteren Mal wurde ein „Rope Break“ gestrichen. Sind diese aufgebraucht wurde der Wrestler disqualifiziert.
  3. Auszählen erfolgte bis 20.
  4. Der Titelwechsel konnte auch durch Disqualifikation und Auszählen erfolgen.

GeschichteBearbeiten

Der Titel wurde am 14. Februar 2004 als ROH Pure Wrestling Championship eingeführt. Er war gedacht als zweiter Titel neben dem ROH World Championship und sollte unter den eher in der Midcard stehenden Wrestlern ausgekämpft werden. Zugleich sollten die außergewöhnlichen Regeln die Matches spannender gestalten.

Ein Ein-Tages-Turnier mit acht Wrestlern beim Wrestling-Event ROH Second Anniversary Show krönte den ersten Champion AJ Styles.

  Viertelfinale Halbfinale Finale
                           
  CM Punk Sieg        
John Walters  
CM Punk Sieg
  Doug Williams  
Doug Williams Sieg
Chris Sabin  
CM Punk
  AJ Styles Sieg
Matt Stryker Sieg    
Josh Daniels  
Matt Stryker
  AJ Styles Sieg  
AJ Styles Sieg
  Jimmy Rave  

AJ Styles blieb jedoch nicht lange Champion. Kurz darauf passierte der Rob-Feinstein-Skandal, in dessen Zuge die Promotion in arge Bedrängnis geriet. Unter anderem platzte dadurch der Vertrag mit Total Nonstop Action, der es der Promotion ermöglichte diverse Wrestler dieser Promotion antreten zu lassen. AJ Styles, der von TNA kam, musste dementsprechend seinen Titel abgeben. Die Regentschaft wurde fast zehn Jahre lang totgeschwiegen, bis 2013 das Management wechselte. Stattdessen wurde ein neues Turnier angesetzt, in dem die ROH Pure Championship ausgekämpft werden sollte.[1]

Das Turnier bestand aus zwei Final Four Corner Survival Matches und einem Finale, bei dem schließlich Doug Williams als Champion hervorging.

Nr. Datum Resultat
1 17. Juli 2004 Alex Shelley besiegte Austin Aries, CM Punk und Matt Stryker
2 17. Juli 2004 Doug Williams besiegte Jay Lethal, John Walters und Nigel McGuinness
3 17. Juli 2004 Doug Williams besiegte Alex Shelley

Von da an blieb der Titel bis zum 12. August 2006 aktiv. Anschließend vereinigte Bryan Danielson ihn mit dem ROH World Championship.

Liste der TitelträgerBearbeiten

Nr. Titelträger Regent-
schaft
Tage Datum Ort Veranstaltung Anmerkung
1 AJ Styles 1 70 14. Februar 2004 Braintree, MA Second Anniversary Show Besiegte CM Punk in einem Turnierfinale.
Vakanz 24. April 2004 AJ Styles wurde im Zuge des Rob-Feinstein-Skandals von Total Nonstop Action aus allen ROH-Shows abgezogen.
2 Doug Williams 1 42 17. Juli 2004 Elizabeth, NJ Reborn: Completion Besiegte Alex Shelly in einem Turnierfinale.
3 John Walters 1 189 28. August 2004 Elizabeth, NJ Scramble Cage Melee
4 Jay Lethal 1 63 5. März 2005 Philadelphia, PA Trios Tournament 2005
5 Samoa Joe 1 113 7. Mai 2005 New York City, NY Manhattan Mayhem I
6 Nigel McGuinness 1 350 27. August 2005 Buffalo, NY Dragon Gate Invasion
7 Bryan Danielson 1 <1 12. August 2006 Liverpool, England Unified Titelmatch, bei dem es um die Vereinigung mit dem ROH World Championship ging.
Vereinigung 1 12. August 2006 Liverpool, England Unified Vereinigung mit dem ROH World Championship.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jon Harder: The History of the ROH Pure Wrestling Championship. HardwayHQ, 8. Juni 2018, abgerufen am 16. Dezember 2018.