Rüdiger Schott

deutscher Ethnologe und Erzählforscher

Rüdiger Schott (* 10. Dezember 1927 in Bonn; † 7. Dezember 2012 ebenda) war ein deutscher Ethnologe und Erzählforscher.

WerdegangBearbeiten

Schott studiert zwischen 1947 und 1953 Völkerkunde, Geografie, Ur- und Frühgeschichte, Religionswissenschaft sowie Psychologie an der Universität Bonn und ist hier anschließend wissenschaftlicher Angestellter bis 1958. 1954 promoviert er mit der Dissertation Anfänge der Privat- und Planwirtschaft. Ab 1961 ist er als Assistent an der Freiburger Arbeitsstelle für kulturwissenschaftliche Forschungen (später Arnold-Bergstraesser-Institut) tätig. 1964 habilitiert er sich mit dem Werk Soziale Beziehungen zwischen ethnischen Gruppen in Südafrika an der Bonner Universität. Im Jahr darauf wird er Ordinarius für Ethnologie an der Universität Münster; seit 1993 ist er emeritiert.

Die Hauptforschungsgebiete (Schwerpunkt: [West-]Afrika) von Rüdiger Schott lagen in der Religionsethnologie, der Rechts- und Wirtschaftsethnologie sowie im sozialen und kulturellen Wandel traditioneller Gesellschaften.

PublikationenBearbeiten

  • Anfänge der Privat- und Planwirtschaft. Wirtschaftsordnung und Nahrungsverteilung bei Wildbeutervölkern. Braunschweig 1955.
  • Afrikanische Erzählungen als religionsethnologische Quellen. Dargestellt am Beispiel von Erzählungen der Bulsa in Nordghana. Opladen 1990 (Vorträge/Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften. Geisteswissenschaften; G 305).
  • Orakel und Opferkulte bei Völkern der westafrikanischen Savanne. Opladen 1997 (Vorträge/Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften. Geisteswissenschaften; G 348).

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nekrolog