Río Vinces

Bach in Ecuador
Río Vinces
im Oberlauf: Río Quevedo
Río Vinces bei Vinces

Río Vinces bei Vinces

Daten
Lage EcuadorEcuador Ecuador
Flusssystem Río Guayas
Abfluss über Río Babahoyo → Río Guayas → Golf von Guayaquil
Zusammenfluss von Río Baba und Río Toachi Grande
0° 39′ 37″ S, 79° 22′ 14″ W
Quellhöhe ca. 60 m
Mündung Río Babahoyo, 2 km nördlich von SamborodonKoordinaten: 1° 56′ 41″ S, 79° 42′ 57″ W
1° 56′ 41″ S, 79° 42′ 57″ W
Mündungshöhe ca. m
Höhenunterschied ca. 57 m
Sohlgefälle ca. 0,23 ‰
Länge 250 km
Einzugsgebiet ca. 6600 km²
Linke Nebenflüsse Río Lulu Grande, Río San Pablo
Durchflossene Stauseen Talsperre Baba – Pico de Pato
Mittelstädte San Jacinto de Buena Fe, Quevedo, Vinces
Kleinstädte Salitre
Gemeinden Mocache, Antonio Sotomayor, General Vernaza
Flussbifurkationen: Río Mastrantal, Río Salitre

Der Río Vinces, im Oberlauf Río Quevedo, ist ein 250 km langer rechter Nebenfluss des Río Babahoyo im Westen von Ecuador in den Provinzen Los Ríos und Guayas.

FlusslaufBearbeiten

Der Río Quevedo entsteht am Fuße der Cordillera Occidental am Zusammenfluss von Río Toachi Grande und Río Baba. Bei Flusskilometer 240 wird der Fluss von der Talsperre Baba – Pico de Pato auf einer Länge von etwa 7 Kilometern aufgestaut. Ein Teil des Flusswassers wird nach Westen zum Daule-Peripa-Stausee abgeleitet. Dabei treibt es ein Wasserkraftwerk an. Der Río Quevedo fließt unterhalb des Staudamms durch das Küstentiefland von Ecuador nach Süden. Bei Flusskilometer 200 befindet sich am westlichen Flussufer die Stadt San Jacinto de Buena Fe. Bei Flusskilometer 192 und 186 münden die Flüsse Río Lulu Grande und Río San Pablo linksseitig in den Río Quevedo. Kurz darauf, bei Flusskilometer 173, durchfließt der Fluss die Großstadt Quevedo. Zwischen den Flusskilometern 130 und 95 strömt der Río Quevedo nach Südwesten. Anschließend nahe der Kleinstadt Palenque wendet sich der Fluss wieder nach Süden. Nun heißt er Río Vinces. Bei Flusskilometer 65 passiert er die Stadt Vinces. Bei Flusskilometer 51, bei der Ortschaft Antonio Sotomayor, zweigt der Río Mastrantal rechts ab und mündet bei Flusskilometer 30, westlich von der Ortschaft General Vernaza, wieder in den Río Vinces. 23 Kilometer oberhalb der Mündung zweigt der Río Salitre bei Salitre rechts ab und fließt zum Río Los Tintos, der unterhalb des Río Vinces in den Río Babahoyo mündet. Die Mündung des Río Vinces befindet sich 2 km nördlich von Samborodon.

EinzugsgebietBearbeiten

Der Río Vinces entwässert ein Areal von schätzungsweise 6600 km². Das Einzugsgebiet erstreckt sich über den östlichen Teil des Küstentieflands sowie über einen Teil der Westflanke der Cordillera Occidental. Im Westen grenzt es an das des Río Daule sowie im Osten an das des Río Catarama, dem rechten Quellfluss des Río Babahoyo.

WasserkraftnutzungBearbeiten

Talsperre Baba – Pico de PatoBearbeiten

Die Talsperre () liegt am Oberlauf des Río Quevedo unterhalb der Flüsse Río Baba und Río Toachi Grande. Sie wurde Ende der 2000er Jahre errichtet.[1] Das Absperrbauwerk besteht aus einem etwa 1000 m langen Staudamm und einem 160 m breiten Wehr. Der Stausee hat eine Wasserfläche von etwa 9 km². Die Talsperre dient der Bewässerung, der Abflusskontrolle sowie der Energiegewinnung.[1]

Wasserkraftwerk BabaBearbeiten

Vom westlichen Ufer des Stausees führt der 5,2 km lange Ableitungskanal Canal 3 nach Westen. Nach 3,7 km überquert die Fernstraße E25 (Tronca de la Costa) den Kanal. Dieser endet an einem Staudamm mit angeschlossenem Wasserkraftwerk (). Das Kraftwerk hat eine installierte Leistung von 45 MW.[1] Betreiber der Anlage ist CELEC (Corporación Eléctrica del Ecuador). Unterhalb des Kraftwerks gelangt das Wasser in das Flussbett des Río Chaune, einem kleinen Flüsschen, das in den Daule-Peripa-Stausee mündet. Somit wird das abgeleitete Wasser für das Daule-Peripa-Wasserkraftwerk nutzbar.

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

WeblinksBearbeiten

Commons: Río Vinces – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Ecuador permits generation by 45-MW Baba Dam. www.hydroworld.com. 6. Oktober 2008. Abgerufen am 24. Februar 2019.