Hauptmenü öffnen

Polizeiruf 110: Der Prinz von Homburg

Episode der Fernsehserie Polizeiruf 110

Der Prinz von Homburg ist ein Kriminalfilm des HR von Titus Selge aus dem Jahr 2004 und erschien als 260. Folge der Filmreihe Polizeiruf 110. Es ist für den Ermittler Thomas Keller (Jan-Gregor Kremp) der erste Fall, den er zu lösen hat.

Folge der Reihe Polizeiruf 110
OriginaltitelDer Prinz von Homburg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
HR
Länge90 Minuten
EinordnungFolge 260 (Liste)
Erstausstrahlung26. September 2004 auf Das Erste
Stab
RegieTitus Selge
DrehbuchTitus Selge
ProduktionJörg Himstedt
MusikKAB Fischer
KameraFrank Blau
SchnittElke Herbener
Besetzung

Nach dem Tod seines Vaters ermittelt Keller in Bad Homburg auf eigene Faust, um den Todesumstände aufzuklären.

HandlungBearbeiten

Thomas Keller ist eigentlich als Kommissar in Berlin tätig, doch als er die Nachricht vom Tod seines Vaters erhält, reist er in seine Heimatstadt Bad Homburg. Am Bahnhof begrüßt ihn Wilhelm Meister, sein damaliger Chef, bei dem er seine Polizeilaufbahn begonnen hatte.

Keller holen zunächst all seine Erinnerungen ein. Er ist in Bad Homburg aufgewachsen und vieles ist ihm noch vertraut. Sein Vater war Uhrmacher und hatte von André Bijou Wertsachen in Verwahrung, die dieser nun gern zurück hätte, aber der Tresor ist leer. Als passionierter Polizist will Keller die genauen Todesumstände wissen und fordert eine Obduktion. Die ergibt, dass sein Vater erwürgt wurde. Auch finden sich Hautfetzen unter den Fingernägeln.

Einige Tage später wird Keller im Haus seines Vaters überfallen und alles ist durchwühlt. Doch anstatt nach einem Täter zu suchen, nimmt Kommissar Meister kurzerhand Keller wegen Mordverdacht fest. Die DNA-Analyse ergab eine 50%ige Übereinstimmung mit der des Opfers, was für Meister nur den Schluss zulässt, dass sein Sohn der Mörder ist. Erst die Gegenprobe beweist, dass die DNA nicht von Thomas Keller ist.

Während seiner Ermittlungen hatte sich Keller mit Sophie Stein angefreundet, die ein kleines Lokal in der Stadt besitzt. Sie bringt ihn auf die Idee, dass er möglicherweise einen Bruder hat. So erinnert er sich, dass er bei der Durchsicht der Sachen seines Vaters auf einen Brief von einer alten Freundin gestoßen war. Diese Nathalie Schmücker hatte Keller aufgesucht und erfahren, dass sie seinen Vater vor vielen Jahren kennengelernt hatte. Auch hatte sie von einem Sohn gesprochen, den sie mal gehabt hätte. Dieser Sohn stellt sich am Ende als André Bijou heraus, der zugibt seit Jahren die Nähe seines Vaters gesucht und ihn letztendlich auch gefunden zu haben. Da er Spielschulden hatte, war er in die Fänge von Diamantenhändlern geraten, für die er gestohlene Steine in Uhren nach Antwerpen geschmuggelt hatte, wobei ihm sein Vater geholfen hatte. Nach einiger Zeit wollte Heinrich Keller das aber nicht mehr und darüber hätten sie sich gestritten, aber umgebracht hätte er ihn nicht. Nun steht Bijou in der Schuld dieser Ganoven, die ihre Steine der letzten Lieferung wieder haben wollen, er sie aber nicht mehr hat. So stellt Keller den Dealern unter Mithilfe von Bijou eine Falle und kann sie festnehmen. Doch wird dabei leider sein Bruder von einem der Ganoven erstochen.

Keller hat eigentlich vor, wieder nach Berlin zurückzugehen, doch durch einen Zufall kommt er dahinter, dass Wilhelm Meister ihm einiges verschweigt. Er stellt seinen alten Chef zur Rede und dieser gibt zu, schon von je her in Kellers Mutter verliebt gewesen zu sein. An jenem Abend hätte Heinrich ihn angerufen und gebeten die Diamantendealer zu fassen, damit sein Sohn heil aus der Geschichte heraus käme, aber es eskalierte und im Streit hat Meister Kellers Vater erwürgt.

Kurz nach diesem Geständnis erschießt sich Meister und Keller beschließt daraufhin in Bad Homburg zu bleiben, da bei der Kriminalpolizei eine Stelle frei wurde und er auch gern in Sophie Steins Nähe ist.

KritikBearbeiten

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm lobten diesen Polizeiruf mit dem Daumen nach oben und meinten, Kommissar Keller: „Wandelt abseits ausgetretener Krimipfade“ und es sei: „Der gelungene erste von vier Auftritten des Duos.“[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. TV-Krimi mit Inga Busch und Jan-Gregor Kremp. bei tvspielfilm.de, abgerufen am 22. September 2016.