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Der Polizei SV Berlin (Polizei-Sport-Verein Berlin e.V., PSV, 1949–1951: VfL Sportfreunde Berlin[1]) ist ein traditionsreicher Berliner Sportverein; er gehört zu den größten Vereinen der Hauptstadt. Der jeweilige amtierende Polizeipräsident ist gleichzeitig Ehrenpräsident des PSV und nimmt an ausgewählten Veranstaltungen teil, und insgesamt kooperiert der Verein eng mit der Berliner Polizei. Dabei ist der PSV aber offen für jedermann, eine Zugehörigkeit zur Polizei ist zur Mitgliedschaft nicht mehr erforderlich.

Polizei SV Berlin
PSV Berlin.svg
Name Polizei-Sport-Verein Berlin e.V.
Vereinsfarben grün, weiß
Gegründet 1. Juni 1921
Auflösung 1991
Vereinssitz Deutschland
Mitglieder 3500 (2010)
Abteilungen 29
Vorsitzender Jörg Manske
Homepage www.polizei-sport-verein-berlin.de

Der PSV besitzt kein eigenes Vereinsgelände; die einzelnen Abteilungen sind mit ihren Angeboten über die ganze Stadt verteilt.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Polizei SV Berlin wurde am 1. Juni 1921 mit folgenden Abteilungen gegründet: Leichtathletik, Boxen, Schwimmen, Fußball, Schwerathletik, Jiu-Jitsu und Handball. Sämtliche Mitglieder mussten Angehörige der Polizeibehörde sein. Nach Gründung der Abteilung Damensport 1930 war es dann auch den Ehefrauen der Polizeibeamten möglich, Sport zu treiben.

In den folgenden Jahren kamen folgende Abteilungen hinzu: 1923 Hockey, 1924 Radfahren, Faustball, KK-Schießen und Jugend, 1926 Motorsport, Schach und Tennis, 1927 Kurzschrift, Kegeln und Rugby, 1928 Schutzhunde, 1929 Foto, 1930 Damensport, 1931 Fechten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand zunächst kein Sportbetrieb mehr statt, der Verein durfte erst am 14. Juni 1949 neu gegründet werden, zunächst (bis 1951) als Sportfreunde Berlin. Die Abteilungen nach der Neugründung waren: Leichtathletik, Handball, Boxen, Schwimmen, Tischtennis, Judo und Basketball.

Inzwischen (Stand 2013) ist der Verein ein moderner Großverein mit einem vielfältigen sportlichen Angebot im Breitensportbereich.

AbteilungenBearbeiten

Zurzeit verfügt der Polizei-Sport-Verein Berlin über folgende Abteilungen:[2]

  • Badminton
  • Berlin Police Pipe Band
  • Bogensport
  • Boxen
  • Budo
  • Cheerleader
  • Faustball
  • Fechten
  • Freizeitsportabteilung
  • Golf
  • Handball
  • Hundesport
  • Judo
  • Karate
  • Kickboxen
  • Leichtathletik
  • Motorsport
  • Radsportabteilung
  • Schießsport
  • Schwimmsport
  • Segelclub Wiking
  • Sepak Takraw
  • Sportgymnastik
  • Sportschützen
  • Tanzsport
  • Tennis
  • Tischtennis
  • Wassersport

Abteilung HandballBearbeiten

Die Abteilung Handball gehörte seit der Gründung zu den sportlich erfolgreichsten Abteilungen des Polizei SV Berlin. In der Frühzeit des Handballsports, zwischen 1922 und 1944 wurde die Mannschaft mehrfacher Deutscher Meister im Feldhandball.[3] Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der PSV aber an die alten Erfolge nur selten anknüpfen, im moderneren Hallenhandball gelang fünf Mal der Einzug in die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft, der größte Erfolg der Nachkriegszeit war die Deutsche Vizemeisterschaft 1952.[4]

Mehrere Jugend- und Erwachsenenmannschaften trainieren und spielen im Spielbetrieb des Handballverbandes Berlin. Die 1. Männermannschaft schaffte in der Saison 2009/2010 den Aufstieg in die neue 4. Liga (Ostsee-Spree-Liga), stieg jedoch 2 Jahre später wieder ab. Im Jahr 2003 wurden die Handballer mit der Auszeichnung Grünes Band für vorbildliche Talentförderung im Verein ausgezeichnet.

ErfolgeBearbeiten

Feldhandball:[5]

Halle:

männliche A-Jugend

  • Ostsee-Spree-Liga-Meister 2012
  • NOHV-Meister 2002, 2003
  • Berliner Meister 1996, 1999 (2. Mannschaft), 2003
  • Berliner Pokalsieger 1992, 2000, 2006

männliche B-Jugend

  • NOHV-Meister 2001
  • Berliner Meister 2000, 2001, 2003, 2004, 2006, 2014
  • Berliner Pokalsieger 2006

männliche C-Jugend

  • NOHV-Meister 2002, 2003
  • Berliner Meister 1993, 1995, 2001, 2002, 2003, 2004
  • Berliner Pokalsieger 1993, 2001, 2003, 2004

männliche D-Jugend

  • Berliner Meister 2002
  • Berliner Pokalsieger 2002

weibliche D-Jugend

  • Berliner Meister 1996

männliche E-Jugend

  • Berliner Pokalsieger 1991, 2000

Abteilung FußballBearbeiten

Die 1921 gegründete Fußballabteilung spielte bis in die 1970er Jahre in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse des Berliner Verbandes, größter Erfolg war die Berliner Amateur-Meisterschaft 1960. 1991 trat die Fußballabteilung aus dem Verein aus und fusionierte mit dem 1. FC Concordia Gropiusstadt-Buckow.

(ehemalige) EishockeyabteilungBearbeiten

Die Herrenmannschaft des PSV nahm früher am Spielbetrieb an der Landesliga Berlin teil und wurde nach dem Ausschluss aus der Liga während der Saison 2001/02 zur Saison 2002/03 nicht mehr gemeldet.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten