Planet Ottakring

Film von Michael Riebl (2015)

Planet Ottakring ist ein österreichischer Spielfilm von Michael Riebl aus dem Jahr 2015. Produziert wurde der Film von der „Prisma Film“. Kinostart in Österreich war am 14. August 2015.

Film
OriginaltitelPlanet Ottakring
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe JMK 12[1]
Stab
Regie Michael Riebl
Drehbuch Mike Majzen
Produktion Mathias Forberg,
Viktoria Salcher
Musik Titus Vadon,
Markus Gartner
Kamera Richi Wagner
Schnitt Bernhard Schmid
Besetzung

HandlungBearbeiten

Disko, der letzte „Pate“ von Ottakring, stirbt. Diskos Erbe ist Sammy, ein Wiener Kleinganove und Strizzi mit Schmäh und übergroßem Selbstbewusstsein, aber einem guten Herz. Er dealt mit Marihuana und ist für jeden Flirt zu haben. Nebenbei studiert er auf Anregung seines kommunistischen Großvaters, einem ehemaligen Buchhalter, Wirtschaft. Kredithai Frau Jahn versucht mit ihren Schergen die Macht zu übernehmen und terrorisiert den Bezirk. Die deutsche Wirtschaftsstudentin Valerie will eine Uniarbeit über die „Schattenwirtschaft im europäischen Subproletariat“ schreiben und wählt den „sozialen Hotspot der Ösis“, den 16. Wiener Bezirk, als Objekt für ihre Forschungen. Gemeinsam mit Sammy und seinen Freunden bildet sie eine Allianz gegen Frau Jahn. Dabei entdecken sie ein Wirtschaftssystem, von dem alle profitieren könnten. Sie führen eine Regionalwährung ein und drucken aus alten Schillingnoten rote „Kommunistenhunderter“.[2] Zwischen Sammy und Valerie entwickelt sich eine Romanze.[3][4]

ProduktionBearbeiten

Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2014 in Wien statt.[5] Bei dem Film handelt es sich um das Kinodebüt von Schnell-ermittelt-Regisseur Michi Riebl.[6] Unterstützt wurde der Film vom Filmfonds Wien, dem Österreichischen Filminstitut, Filmstandort Austria und dem ORF.[5]

Der Titelsong Ottakring sowie Eh ok wurden vom Musiker Thomas Petritsch (Effi) geschrieben und von seiner Band Granada eingespielt.

KritikBearbeiten

Die Tageszeitung Kurier bezeichnete die Filmcrew als „flott inszenierte kleinkriminelle Spaßtruppe mit Kottan-Nostalgie-Schmäh“.[7] Der ORF würdigte den Film als „Feel-good-Movie mit einer Extraportion Moral und ein paar guten Lachern“.[3] DerStandard.at urteilte „...zwar nicht wirklich lustig, aber immerhin hält sich der Blödelfaktor in Grenzen“.[4]

AuszeichnungenBearbeiten

Susi Stach war für ihre Darstellung der Frau Jahn in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle für den Österreichischen Filmpreis 2016 nominiert, Thomas Szabolcs, Torsten Heinemann, Bernhard Bamberger und Bernhard Maisch waren in der Kategorie Beste Tongestaltung nominiert.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alterskennzeichnung für Planet Ottakring. Jugendmedien­kommission.
  2. diepresse.com: Nette Gauner und rotes Geld: Das Wunder von Ottakring. Artikel vom 2. Oktober 2014, abgerufen am 13. August 2015
  3. a b orf.at – Strizzi-Kommunismus auf Planet Ottakring. Artikel vom 12. August 2015, abgerufen am 13. August 2015
  4. a b derStandard.at – „Planet Ottakring“: Das Erbe des Paten. Artikel vom 12. August 2015, abgerufen am 13. August 2015
  5. a b Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 13. August 2015.
  6. Salzburger Nachrichten: „Planet Ottakring“: Bleiche Kleinganoven in der Vorstadt. Artikel vom 13. August 2015, abgerufen am 13. August 2015
  7. Kurier: „Planet Ottakring“: Klein-Ganoven vor Multi-Kulti-Kulisse. Artikel vom 13. August 2015, abgerufen am 13. August 2015
  8. Österreichischer Filmpreis 2016: Nominierungen, abgerufen am 13. Februar 2016