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Die Planet war ein Vermessungsschiff der Kaiserlichen Marine. Ihr Schwesterschiff war SMS Möwe.[1]

Planet
SMS Planet
SMS Planet
Schiffsdaten
Schiffstyp Vermessungsschiff
Klasse Planet-Klasse
Bauwerft AG Weser
Stapellauf 2. August 1905
Indienststellung 16. November 1905
Verbleib Am 7. Oktober 1914 im Südpazifik versenkt.
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
49 m (Lüa)
Breite 9,8 m
Tiefgang max. 3,3 m
Verdrängung 650 t
 
Besatzung 91
Maschinenanlage
Maschine 2 × Einzelzylinder-Dreifach-Expansionsmaschine
Höchst-
geschwindigkeit
10 kn (19 km/h)
Bewaffnung

2 × 3,7-cm-Revolverkanonen

Die erste Planet wurde bei der AG Weser in Bremen gebaut (Stapellauf am 2. August 1905) und am 16. November 1905 in Dienst gestellt. Der Rumpf war in Querspant-Stahlbauweise gebaut worden.[2]

Das Schiff wurde vorwiegend im Bismarck-Archipel im Westpazifik eingesetzt. Ab den 30. Mai 1913 bis zu seinem unfreiwilligen Verweilen auf der Heimreise aus Simpsonhafen am 29. Juni 1914 in Tsingtao war Korvettenkapitän Harry Mündel Kommandant des Schiffes. Dieser war bereits von 1905 bis 1906 Erster Offizier auf dem Vermessungsschiff.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Schiff am 7. Oktober 1914 durch die eigene Besatzung vor der Insel Yap versenkt. Unter Verwendung der Schiffsausrüstung wurde auf der Insel Yap eine Hilfsfunkstation errichtet, die beim Erscheinen japanischer Kriegsschiffe von den Deutschen selbst zerstört wurde.[3]

Die Besatzung des Schiffes bestand aus sechs Offizieren, vier Decksoffizieren und 81 Unteroffizieren, Matrosen, Heizern und Handwerkern.

LiteraturBearbeiten

  • Forschungsreise S.M.S. Planet 1906/07, Verlag Karl Siegismund, Berlin 1909,
Band 1: Reisebeschreibung
Band 2: Aerologie
Band 3: Ozeanographie
Band 4: Biologie
Band 5: Anthropologie und Ethnographie

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. GND 4959351-1 in der Deutschen Nationalbibliothek
  2. Christine Reinke-Kunze: Den Meeren auf der Spur : Geschichte und Aufgaben der deutschen Forschungsschiffe. Koehler, Herford 1986, ISBN 3-7822-0388-7.
  3. Reinhard Klein-Arendt: „Kamina ruft Nauen!“ Die Funkstellen in den deutschen Kolonien 1904–1918. 3. Auflage, Wilhelm Herbst Verlag, Köln 1999, S. 262, ISBN 3-923-925-58-1.