Hauptmenü öffnen

Peter Salm

deutscher Architekt und Denkmalpfleger

Leben und WirkenBearbeiten

Peter Salm legte mit 17 Jahren seine Prüfung zum Schreiner-Gesellen am Kuetgens-Nellessen'schen Institut in der Bergstraße ab. Von 1911 bis 1913 studierte er dann an der Baugewerkschule Aachen und schloss diese Ausbildung mit Auszeichnung ab. Nach seiner Tätigkeit in dem Architekturbüro der Gebrüder Heusch wurde er 1914 technischer Stadtobersekretär in der Stadtverwaltung. Im Ersten Weltkrieg wurde Salm zur Abteilung für Denkmalpflege und Erhaltung historischer Bauwerke des Generalgouvernements Warschau berufen. Von 1922 bis 1925 arbeitete er als Gemeindebaumeister in Kornelimünster.

Bereits während des Zweiten Weltkriegs setzte Salm das Burtscheider Marienhospital wieder instand und sorgte zusammen mit dem Architekten Hans Kuepper für die Wiedereindeckung der Pfarrkirche St. Michael (Aachen-Burtscheid), deren Restaurierung und die von St. Johann (Aachen-Burtscheid) zu seinen Hauptwerken zählen. Die Restaurierung der Abteikirche führte er in den Jahren 1946 bis 1966 durch, nur unterbrochen von Sommer 1948 bis Mai 1949 auf Grund der Währungsreform vom 20. Juni 1948. Etwa zeitgleich von 1949 bis 1960 erfolgte die Instandsetzung des Abteitores.

Um 1936 wohnte Peter Salm im Haus Barbarossaplatz 3 im Aachener Südviertel[1] und führte bis 1975 sein Architekturbüro in der Peterstraße 56. Der Architekt Peter Geulen war seit 1952 sein Mitarbeiter und später sein Nachfolger.

MitgliedschaftenBearbeiten

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Umspannstation in Kornelimünster
  • Leichenhaus auf dem Friedhof Breinig (gemeinsam mit Buchkremer)
  • Wohn- und Bürohaus Yorkstraße 11 in Aachen
Jahr Bild Ort Objekt Bundesland Kommentar
1925 Ulm Wettbewerbsentwurf für die Bebauung des Münsterplatzes in Ulm Baden-Württemberg Wettbewerbsentwurf, nicht ausgeführt, gemeinsam mit Joseph Buchkremer
1928 Aachen Wettbewerbsentwurf für die Wohnsiedlung Lütticher Straße in Aachen Nordrhein-Westfalen Wettbewerbsentwurf zusammen mit Joseph Buchkremer
1928 Köln Katholische Pfarrkirche

St. Jakob (Aachen)

Nordrhein-Westfalen Nicht ausgeführter Wettbewerbsentwurf (gemeinsam mit seinem Vater; prämiert mit dem 2. Preis)
1936 Korschenbroich-Steinforth-Rubbelrath Katholische Pfarrkirche

St. Josef

Nordrhein-Westfalen Erweiterungsbau, in den 1960er Jahren abgerissen
1936–1937   Aachen Priesterseminar Aachen Nordrhein-Westfalen Neubau, gemeinsam mit Franz Wildt
1937–1938   Düren Katholische Filialkirche

St. Josef

Nordrhein-Westfalen Neubau
1939   Aachen-Friesenrath Katholische Kapelle

St. Bernhard

Nordrhein-Westfalen Neubau, Entwurf von 1933
1939   Braunsrath Schule Erweiterungsbau der Schule von 1878
1942–1944   Aachen Marienhospital Nordrhein-Westfalen Erweiterung
1947–1949 Mönchengladbach-Günhoven Katholische Filialkirche

St. Matthias

Nordrhein-Westfalen Seit 2013 als Grabeskirche genutzt
1948–1954   Erkelenz Katholische Pfarrkirche

St. Lambertus

Nordrhein-Westfalen Neubau
1951   Kall Katholische Pfarrkirche

St. Nikolaus

Nordrhein-Westfalen Neubau
1952   Jülich Katholische Propsteipfarrkirche

St. Mariä Himmelfahrt

Nordrhein-Westfalen Neubau
1953   Mechernich Katholische Pfarrkirche

St. Johannes Baptist

Nordrhein-Westfalen Neubau
1957, 1962–1964   Aachen-Burtscheid Katholische Marienkapelle Nordrhein-Westfalen Wiederherstellung der von Peter Friedrich Peters 1902/1903 erbauten Kapelle
1959   Aachen-Burtscheid Orgelprospekt für die Pfarrkirche

St. Johann Baptist

Nordrhein-Westfalen Orgelwerk von Orgelbauanstalt Karl Bach, Aachen
1959–1961   Aachen-Eilendorf Katholische Filialkirche

St. Apollonia

Nordrhein-Westfalen Neubau
1960–1962   Aachen-Oberforstbach Katholische Pfarrkirche St. Rochus Nordrhein-Westfalen Neubau
1964   Aachen-Burtscheid Katholisches Pfarrheim St. Johann Baptist Nordrhein-Westfalen Neubau

SchriftenBearbeiten

  • Zeitgenössischer Kirchenbau im Bistum Aachen. 1933
  • mit Franz Wild: Das neue Priesterseminar zu Aachen, Festschrift. Hrsg. von der Baukommission zur Errichtung des Seminars. Aachen 1937

LiteraturBearbeiten

  • Holger A. Dux: Der Architekt Peter Salm und sein Wirken in Burtscheid. In: Helmut Doerenkamp (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte Burtscheids. Band 1, Aachen-Burtscheid 2003, S. 211–281.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Adressbuch Aachen 1936.