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Pascal Arimont

belgischer Politiker und Fraktionsvorsitzender der Christlich Sozialen Partei (CSP)
Pascal Arimont

Pascal Arimont [pas.kal a.ʁi.mɔ̃][1] (* 25. September 1974 in Malmedy)[2] ist ein belgischer Politiker der Christlich Sozialen Partei (CSP). Seit dem 1. Juli 2014 gehört er dem Europäischen Parlament an.[3] Seit dem 18. Juni 2015 ist er ebenfalls Vorsitzender der CSP.[4]

Familie und AusbildungBearbeiten

Pascal Arimont wurde am 25. September 1974 in Malmedy als jüngstes von vier Kindern geboren. Aufgewachsen ist er in Born (Gemeinde Amel). Dort hat er auf einem Bauernhof in einem Drei-Generationen-Haus gelebt. Mit seiner Ehefrau hat er zwei Kinder.[5]

Pascal Arimont studierte zunächst Klassische Philologie an der Universität Lüttich (ULg) und schloss dieses Studium 1996 mit einer Lizenz ab. Anschließend erlangte er ein Magister in Europastudien an der RWTH Aachen. Zu dieser Zeit fungierte er als Parlamentarischer Assistent des Europaabgeordneten Mathieu Grosch (CSP).

1998 begann Arimont ein Studium der Rechtswissenschaften an der (Université Libre de Bruxelles) in Brüssel und der Université catholique de Louvain in Neu-Löwen, das er 2002 mit einer Lizenz abschloss. Nach Beendigung seines Jura-Studiums wurde er Rechtsanwalt, zunächst in einer Anwaltskanzlei in Brüssel und anschließend in einer Anwaltskanzlei in Sankt Vith und Malmedy. Ab 2006 war er Teilhaber einer Rechtsanwaltskanzlei. Seit seiner Wahl zum Europaabgeordneten im Mai 2014 ruht seine berufliche Aktivität als Anwalt.[6]

Politische KarriereBearbeiten

Von 2006 bis 2009 war Arimont Mitglied des Lütticher Provinzialrates. Von 2009 bis 2014 war er Fraktionsvorsitzender der CSP im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Er war 2. Sekretär des DG-Parlaments und Mitglied im Ausschuss I für allgemeine Politik, lokale Behörden, Petitionen, Finanzen und Zusammenarbeit.

Er war Spitzenkandidat der CSP für die Wahlen zum Parlament der Europäischen Union am 25. Mai 2014.[7] Da die CSP im deutschsprachigen Wahlkreis die meisten Stimmen gewann, trat er dadurch die Nachfolge von Parteifreund Mathieu Grosch an. Im EU-Parlament gehört er seither der EVP-Fraktion an.[8] Er ist beratendes Mitglied des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft.[9] Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019 gelang ihm der Wiedereinzug ins Europäische Parlament.[10]

In der Wahlperiode 2014–2019 war Arimont stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für regionale Entwicklung[11] und Verhandlungsführer des EU-Parlaments für INTERREG-Programme.[12] Er war Mitglied des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz und Verhandlungsführer für Verbraucherrecht in Europa.[13] In der Wahlperiode 2019–2024 ist Pascal Arimont erneut Vollmitglied im Ausschuss für regionale Entwicklung[14], wodurch er seine Arbeit als INTERREG-Verhandlungsführer fortführen kann.[15] Er wurde zum so genannten Vize-Koordinator seiner Fraktion im Ausschuss für regionale Politik ernannt.[16] Er ist zudem Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie sowie im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz.[17]

PositionenBearbeiten

Für Arimont stellen grenzüberschreitende Projekte einen klaren Mehrwert für die EU und ihre Regionen dar.[18] Im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz möchte er klare Grundlagen für das bessere Funktionieren des europäischen Binnenmarktes und für einen gesteigerten Schutz der europäischen Verbraucher.[19]

Als EU-Abgeordneter sprach er sich für einen Stopp der Verhandlungen des Freihandelsabkommens TTIP[20] und für ein endgültiges Auslaufen der Zulassung von Glyphosat aus.[21]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten