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Pariser Luftfahrtschau

internationale Luftfahrtmesse auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris
Die Pariser Luftfahrtschau im Jahr 2007

Die Pariser Luftfahrtschau oder Pariser Aérosalon (französisch Salon international de l’aéronautique et de l’espace, englisch Paris Air Show) ist eine internationale Luftfahrtmesse auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris. Die Messe mit zahlreichen Ausstellungsstücken findet alle zwei Jahre (alle Jahre mit ungeraden Jahreszahlen seit 1949) im Juni, stets im Wechsel mit der Farnborough International Airshow und der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin statt. Der 53. Salon du Bourget findet vom 17. bis 23. Juni 2019 in Le Bourget statt.

Die Pariser Flugschau ist eine kommerzielle Veranstaltung, die vom Groupement des industries françaises aéronautiques et spatiales (GIFAS) organisiert wird. Sie ist eine der wichtigsten Luftfahrtmessen der Welt.

GeschichteBearbeiten

 
Salon de la locomotion aérienne, 1909, Grand Palais, Paris

Die Geschichte der Pariser Luftfahrtschau reicht bis ins erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zurück:

Im Jahre 1908 fand eine Luftfahrtausstellung im Rahmen der seit 1898 regelmäßig veranstalteten Pariser Automobilausstellung statt. Aus diesen Anfängen entwickelte sich die erste eigenständige Pariser Luftfahrtschau, die am 25. September 1909 erstmals als „Exposition Internationale de la Locomotion Aérienne“ eröffnet wurde. Veranstalter war die „Chambre Syndicale des Industries Aéronautiques“.

Während des Ersten Weltkriegs wurde der Aerosalon von 1914 bis 1918 ausgesetzt. Bis 1924 wurde die Veranstaltung alljährlich durchgeführt, ab diesem Jahr wurde auf dem 9. Salon ein Zweijahresrhythmus eingeführt, der auch heute noch beibehalten wird. 1938 übernahm die „Union Syndicale des Industries Aéronautiques“ die Rolle des Veranstalters. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Luftfahrtschau von 1939 bis 1945 wiederum unterbrochen.

Bis 1949 fand die Messe im Grand Palais statt. Beim 18. Salon im Jahre 1949 wurde erstmals während der Messe eine Flugschau auf dem Flughafen Orly durchgeführt; dadurch bedingt verschob sich der Termin auf den Frühling, eine Änderung, die ebenfalls bis in die heutige Zeit reicht. Seit dem 20. Salon 1953 dient der Flughafen Le Bourget als Veranstaltungsort. Ab 1959 wurde die Ausstellung durch eine Raumfahrtsektion ergänzt; seit dem 26. Salon 1963 trägt die Veranstaltung ihren heute gültigen Namen.[1]

Am 3. Juni 1973 stürzte die dritte gebaute und stark überarbeitete sowjetische Tupolew Tu-144S eine Minute nach dem Start auf den Vorort Goussainville ab. Dabei wurden alle sechs Menschen an Bord sowie acht Personen am Boden getötet.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Stache: Der Pariser Aerosalon gestern und heute. In: Flieger Jahrbuch 1981, transpress Berlin, S. 93–97.
  2. Jefim Gordon: Tupolev Tu-144. Midland, Hinckley 2006.

WeblinksBearbeiten