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Ousama Rawi (* 3. Mai 1939 in Bagdad) ist ein irakischstämmiger Kameramann beim internationalen Film.

Leben und WirkenBearbeiten

Ousama ‘Ozzie’ Rawi kam als Kind nach Großbritannien und ging in Schottland zur Schule. In London angekommen, wurde er von Werbefirmen als sogenannter tea boy eingestellt und erhielt ab 1962 seine filmische Ausbildung als Junior Production Assistant. Bald darauf arbeitete er als Werbe- und Kurzfilm- sowie (ab 1964) als Wochenschaukameramann.

1971 fotografierte der Iraker dank des ihn protegierenden Hauptdarstellers und Mitproduzenten Michael Caine mit dem Krimi Malta sehen und sterben seinen ersten Spielfilm. Danach stand Rawi fünf Jahre lang bei einer Reihe von britischen (später auch US-amerikanischen, französischen und kanadischen) Filmen hinter der Kamera. Dabei handelte es sich durchgehend um konventionelle, wenngleich hochklassige Mainstreamproduktionen.

Nur wenige Jahre später verließ Rawi das Unterhaltungskino wieder und übersiedelte 1977 nach Kanada, wo er nahezu ausschließlich für die Werbung fotografierte und mit zwei Kanadiern eine Werbefirma gründete. 1985 kehrte Rawi vorübergehend zum Kino zurück und inszenierte den enttäuschenden Psychothriller „Blutiger Engel“.

1994 bezog er in Los Angeles seinen (nach Toronto) zweiten Wohnsitz, mit der Absicht, in Hollywood als Spielfilmkameramann Fuß zu fassen. Seit den ausgehenden 1990er Jahren steht er wieder regelmäßig bei Kinospielfilmen hinter der Kamera. Im neuen Jahrtausend fotografierte Rawi auch mehrere großangelegte Fernsehproduktionen mit historischem Hintergrund wie Die Tudors und Borgia.

Rawi war bis 1996 mit der britischen Schauspielerin Rita Tushingham verheiratet.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 420.

WeblinksBearbeiten