Otto Nußbaum

deutscher katholischer Priester, Professor und Theologe

Otto Nußbaum (* 1923; † 1999) war ein katholischer Priester, Professor und Theologe.

Otto Nußbaum (1970)

LebenBearbeiten

An der Universität Bonn lehrte er als Professor von 1965 bis 1988 als Inhaber des neu geschaffenen eigenständigen Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft, wie es das Zweite Vatikanische Konzil gewünscht hatte[1]. Im Wintersemester 1972/73 und im Sommersemester 1973 amtierte er als Dekan der Katholisch-theologischen Fakultät. Als Vertreter der Fakultät war er zudem ab 1987 bis zum Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren im Jahr 1998 nichtresidierender Domkapitular im Kölner Domkapitel.[2]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Kloster, Priestermönch und Privatmesse. Ihr Verhältnis im Westen von den Anfängen bis zum hohen Mittelalter. (= Theophaneia. Band 14) Hanstein, Bonn 1961, OCLC 599861235 (zugleich Dissertation, Bonn 1957).
  • Das Brustkreuz des Bischofs. Zur Geschichte seiner Entstehung und Gestaltung. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1964.
  • Der Standort des Liturgen am christlichen Altar vor dem Jahre 1000. (= Theophaneia. Band 18) Hanstein, Bonn 1965, OCLC 841699500 (zugleich Habilitationsschrift, Bonn 1963).
  • Die eucharistischen Hochgebete II–IV. Ein theologischer Kommentar. (= Lebendiger Gottesdienst Band 16) Regensberg, Münster 1971, OCLC 782075075.
  • Lektorat und Akolythat. Zur Neuordnung der liturgischen Laienämter. (= Kölner Beiträge. Heft 17) Wienand, Köln 1974, ISBN 3-87909-058-0.
  • Zur Theologie des Kindertaufordo. Grundlagen und Forderungen. (= Kölner Beiträge. Neue Folge. Heft 3) Gesellschaft für Buchdruckerei, Neuss 1979, OCLC 174482773.
  • Zur Struktur und Theologie der eucharistischen Hochgebete II bis IV. (= Kölner Beiträge. Neue Folge. Heft 6/7) Gesellschaft für Buchdruckerei, Neuss 1979, ISBN 3-88094-313-3.
  • Die Aufbewahrung der Eucharistie. (= Theophaneia. Band 29) Hanstein, Bonn 1979, ISBN 3-7756-1229-7.
  • Sonntäglicher Gemeindegottesdienst ohne Priester. Liturgische und pastorale Überlegungen. Seelsorge Echter, Würzburg 1985, ISBN 3-429-00927-8.

LiteraturBearbeiten

  • Albert Gerhards und Heinzgerd Brakmann als Herausgeber: Otto Nussbaum: Geschichte und Reform des Gottesdienstes. Liturgiewissenschaftliche Untersuchungen. Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 1996, ISBN 3-506-76091-2.
  • Albert Gerhards: Otto Nußbaum (1923–1999). S. 868–878, in: Benedikt Kranemann und Klaus Raschzok (Hrsg.): Gottesdienst als Feld theologischer Wissenschaft im 20. Jahrhundert. Deutschsprachige Liturgiewissenschaft in Einzelporträts. (= Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen Band 98). Aschendorff, Münster 2011, ISBN 978-3-402-11261-8.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Das Lehrfach Liturgiewissenschaft ist in den Seminarien und den Studienhäusern der Orden zu den notwendigen. und wichtigen Fächern und an den Theologischen Fakultäten zu den Hauptfächern zu rechnen“, Sacrosanctum Concilium Nr. 16.
  2. Felix Neumann: Kölner Metropolitankapitel weiterhin ohne Bonner Fakultätsvertreter. In: katholisch.de. 13. Januar 2021, abgerufen am 13. Januar 2021.