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Otto Bruckner

österreichischer Politiker (KPÖ, PdA)

Otto Bruckner (* 24. Jänner 1962 in Oberwart) ist ein österreichischer Politiker (PdA, früher SPÖ und KPÖ) und kommunistischer Gewerkschaftsaktivist. Er war von 1991 bis 1994 Bundessprecher der Kommunistischen Partei Österreichs. Seit 2013 ist er Parteivorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs.

LebenBearbeiten

Bruckner wurde 1962 in einer Arbeiter- und Bauernfamilie geboren. Seine Eltern gehörten der kroatischen Volksgruppe im Burgenland an. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Tischler und betätigte sich parallel in der ÖGJ, der SJ und der SPÖ.[1] Er machte Karriere und wurde Vorsitzender der ÖGJ und Vorstandsmitglied der SPÖ im Südburgenland.

Bruckner knüpfte Kontakte in das kommunistische Milieu, trat aus der SJ und SPÖ aus und wurde Mitglied der KJÖ und der KPÖ (1980). Er war gewählter Fachgruppensekretär des Gewerkschaftlichen Linksblocks im ÖGB (GLB) und als Sekretär der KPÖ Niederösterreich tätig. Von 1985 bis 1989 war er Vorsitzender der Kommunistischen Jugend Österreichs KJÖ. Von 1985 bis 1991 gehörte er dem Zentralkomitee der KPÖ an. Danach war er Mitglied des Bundesvorstandes und von 1991 bis 1994 gemeinsam mit Margitta Kaltenegger und Julius Mende Bundessprecher der Partei.[2] 1985 gehörte er mit Georg Zanger, Alfred Gusenbauer (SJ) und Gabriel Lansky dem Komitee „Für ein demokratisches antifaschistisches Österreich“ an, welches der FPÖ-Kandidatur Otto Scrinzis als Bundespräsident entgegenwirkte.[3][4]

Am 1. Jänner 2005 verließ er nach innerparteilichen Querelen die KPÖ. Von 2009 bis 2011 war er Arbeiterkammerrat der von ihm mitbegründeten Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative International (KOMintern).[5] Seit deren Gründung 2005 ist er Vorsitzender der Kommunistischen Initiative Österreich (KI) und seit 2013 Parteivorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Vorsitzende der KI feiert heute einen fünfzigsten Geburtstag. Wir gratulieren unserem Genossen auf das Allerherzlichste ! (Memento des Originals vom 20. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kominform.at, KOMintern, 24. Januar 2012.
  2. Otto Bruckner: Es ist an der Zeit, mit dieser "K"PÖ zu brechen!, Antiimperialistische Koordination, 3. Januar 2005.
  3. Andreas P. Pittler: Alfred Gusenbauer: Ein Porträt. Molden, Wien 2000, ISBN 3-85485-049-2, S. 72.
  4. Andreas Maislinger: "Den Nationalsozialisten in die Hände getrieben". Zur Geschichtspolitik der SPÖ von 1970 bis 2000, in: Europäische Rundschau, 3/2001.
  5. Otto Bruckner als Arbeiterkammerrat angelobt – KOMintern setzt erste Akzente, KOMintern, 30. Mai 2013.
  6. Werner Pirker: „Der linke Mainstream ist uns völlig egal“ (Interview). In: junge Welt, 12. Oktober 2013, S. 2.