Orden vom Niederländischen Löwen

nationale Auszeichnung

Der Orden vom Niederländischen Löwen wurde am 29. September 1815 durch König Wilhelm I. gestiftet und ist der höchste zivile Verdienstorden in den Niederlanden. Großmeister ist der amtierende Monarch, der unter der Verantwortung des zuständigen Ministerrates die Ernennungen vornimmt.

Stern zum Großkreuz, Großkreuz, Kommandeur, Ritterkreuz (v. o. n. u.)

Dieser Orden kann an Personen mit außergewöhnlichen Verdiensten um das Gemeinwesen verliehen werden. Vor allem Künstlern, Wissenschaftlern und erfolgreichen Sportlern wird dieser Orden verliehen. Einige prominente niederländische Politiker wurden zum Komtur oder sogar Großkreuz ernannt. Die Klasse des Großkreuzes wird sonst meistens Staatsoberhäuptern ausgereicht. Niederländische königliche Prinzen und Prinzessinnen werden an dem Tag, an dem sie das 18. Lebensjahr vollendet haben, als Ritter Großkreuz in diesen Orden aufgenommen.

OrdensklassenBearbeiten

Der Orden vom Niederländischen Löwen hat drei Klassen:

Eine vierte Klasse, die Brüderschaft des Ordens, war im Jahre 1994 erloschen und wurde gestrichen.

OrdensdekorationBearbeiten

Die Ordensdekoration ist ein achtspitziges goldgerändertes Johanniterkreuz aus weißer Emaille. Die Kreuzspitzen tragen kleine goldene Kugeln. Zwischen den Armen ist der Buchstabe „W“ in Gold. Das runde Mittelschild ist auf beiden Seiten in blauer Emaille und ist in einem goldenen Rand gefasst. Eine Seite zeigt den aufrechten niederländischen Löwe in Gold. Die andere Seite zeigt die Ordensdevise „Virtus nobilitat“.

Ordensband und TrageweiseBearbeiten

Das Ordensband ist dunkelblau und hat an den Seiten je einen orangefarbenen Streifen. Das Großkreuz wird am Schulterband von der rechten Schulter zur linken Hüftseite getragen. Das Kommandeurskreuz wird am Hals, das Ritterkreuz auf der linken Brustseite getragen.

Zum Großkreuz wird ein großer vergoldeter Bruststern aus Silber getragen.

LiteraturBearbeiten

  • Paul Ohm Hieronymussen: Handbuch Europäischer Orden in Farbe. Universitas Verlag, Berlin 1966. S. 127.

WeblinksBearbeiten