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Oliver Schwabe

deutscher Filmregisseur, Kameramann und Drehbuchautor

Oliver Schwabe (* 1966 in Hannover) ist ein deutscher Filmregisseur, Kameramann und Drehbuchautor.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

Oliver Schwabe studierte von 1994 bis 1998 an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Jürgen Klauke und absolvierte ein Auslandssemester an der New York University.[1]

Seine Diplom-Videoinstallation Verstärker/Intensifier vertrat 1999 die Kunsthochschule für Medien Köln im Rahmen der Ausstellung DIGITAL BAUHAUS am Intercommunication Center in Tokio.[1][2]

2001 drehte er als Kameramann unter der Regie von Jan Krüger den Kurzfilm Freunde/The Whiz Kids, der auf den Internationale Filmfestspiele von Venedig 2001 als bester Kurzfilm mit einem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde. Ebenfalls 2001 erhielt Oliver Schwabe den Spiridon Neven DuMont Preis.

2002 gründete er zusammen mit Christian Becker field recordings. Die Regisseure arbeiten unter diesem Label im Spielfilmbereich als Regie- und Autorenduo zusammen.

Ihr erster, von Wim Wenders produzierter Kinospielfilm Egoshooter, in dem Tom Schilling einen orientierungslosen Jugendlichen spielt, der ein Videotagebuch führt, kam 2005 in die Kinos. Ihr zweiter gemeinsamer Kinospielfilm Zarte Parasiten[3] mit Robert Stadlober in der Hauptrolle, erzählt die Geschichte eines Pärchens, welches sich als menschliche Dienstleister durchschlägt. Der Film feierte 2009 auf den Internationale Filmfestspiele von Venedig 2009 seine Weltpremiere.

2007 gründete Oliver Schwabe zusammen mit Christian Becker die Filmproduktion field recordings filmproduktion, die vorwiegend Dokumentarfilme produziert.

Von 1998 bis 2010 war Oliver Schwabe Herausgeber von insgesamt 12 Videotagebüchern in der Redaktion von Horst Königstein und seit 2005 realisiert er Dokumentarfilme mit hauptsächlich popkulturellen Themen. Sein Film Keine Atempause – Düsseldorf, der Ratinger Hof und die neue Musik[4] wurde 2016 für den Preis für Popkultur nominiert. Ebenfalls 2016 feierte sein Film Die Höhle von Eppendorf – Das legendäre Onkel Pö[5][6] auf dem Hamburger Filmfest seine Premiere. 2017 kam sein von Bildersturm Filmproduktion und Arte co-produzierter Film Tokio Hotel – Hinter die Welt[7] in die Kinos. 2018 wurde sein Film Asi mit Niwoh – Die Jürgen Zeltinger Geschichte auf dem Film Festival Cologne für den besten Dokumentarfilm NRW nominiert.

Ebenfalls 2018 erhielt sein Film EXODUS – Berichte von vier unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen die Nominierung für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis

2012 drehte er als Kameramann unter der Regie von Lars Jessen die Mockumentary Fraktus und 2014 übernahm er die Kameraarbeit in Was bin ich wert? von Peter Scharf. 2016 zeichnet er sich als DOP für das Kamerakonzept von Wellness für Paare von Jan Schütte verantwortlich. Der improvisierte Fernsehfilm wurde mit 20 Kameras gedreht. 2018 drehte er in gleicher Konstellation Klassentreffen unter der Regie von Jan Schütte.

Darüber hinaus arbeitet Oliver Schwabe seit Anfang der 90er Jahre mit dem Architekturfotografen Hans-Georg Esch zusammen und war an der Konzeption der Buchveröffentlichung Cities Unknown beteiligt. Seit 2010 realisiert er zusammen mit Hans Georg Esch Architekturfilme.

Schwabe ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.[8]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

FernsehfilmeBearbeiten

  • 2006 My Generation (Dokumentarfilm Regie, Buch)
  • 2007 Disco Love Machine (Dokumentarfilm, Regie, Buch)
  • 2008 Stardust (Dokumentarfilm, Regie, Buch)
  • 2009 Berlin Lost in Time and Space (Dokumentarfilm, Regie, Buch)
  • 2010 Ich, Ringo und das Tor zur Welt (Spielfilm, Regie, Buch – zusammen mit Jan Bonny)
  • 2010 Hamburg Calling (Dokumentarfilm, Regie, Buch)
  • 2013 Heino – Made in Germany (Dokumentarfilm Regie, Buch)[9]
  • 2014 FREDDY QUINN und die ewige Sehnsucht (Dokumentarfilm, Buch, Regie)
  • 2014 PUMP UP THE JAM – Heroes of Eurodance (Dokumentarfilm, Buch, Regie)
  • 2015 Jennifer – Sehnsucht nach was Besseres, (TV-Serie, Kamera, Regie Lars Jessen)
  • 2015 LOST IN MUSIC – Horst Königstein und seine Filme über Beat, Rock und Pop (Buch, Regie)
  • 2016 Die Höhle von Eppendorf – Das legendäre Onkel Pö (Dokumentarfilm: Buch, Regie)
  • 2016 Wellness für Paare (Spielfilm, Regie Jan Schütte, Kamera)
  • 2016 KEINE ATEMPAUSE – DÜSSELDORF, DER RATINGER HOF und die NEUE MUSIK (Dokumentarfilm, Buch, Regie)
  • 2017 I’VE LOST MY MIND IN ESSEN – 40 JAHRE ROCKPALAST-NACHT (Dokumentarfilm, Buch, Regie)
  • 2018 Sexy Mother F***** PRINCE (Dokumentarfilm, Buch, Regie)
  • 2019: Klassentreffen (Kamera)

KinofilmeBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Oliver Schwabe – Biografie. Abgerufen am 23. Januar 2019.
  2. Digital Bauhaus: A Vision of Education and Creation for the New Century. Abgerufen am 23. Januar 2019.
  3. Oliver Schwabe und Christian Becker im Interview
  4. Westdeutsche Zeitung, Kritik zu Keine Atempause.
  5. Hamburger Filmfest
  6. Die TAZ zu Die Höhle von Eppendorf
  7. Spielfilm.de/ Kritik zu Tokio Hotel Hinter die Welt
  8. Oliver Schwabe. In: deutsche-filmakademie.de. Deutsche Filmakademie, abgerufen am 4. März 2019.
  9. Die Zeit, Heino – Made in Germany.
  10. Epd Kritik Zarte Parasiten