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Norbert Reichling

deutscher Sozialwissenschaftler

Norbert Reichling (* 1952) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und Erwachsenenbildner.

LebenBearbeiten

Reichling ist in Wuppertal aufgewachsen und studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Publizistik an der Universität Münster (M.A.). Er wurde 1983 an der Gesamthochschule Paderborn mit der Dissertation Akademische Arbeiterbildung in der Weimarer Republik zum Dr. phil. promoviert. Von 1979 bis 2018 war er als pädagogischer Mitarbeiter im Leitungsteam des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW in Essen tätig. Seit 2006 ist er ehrenamtlicher Leiter des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten, außerdem Vorstandsmitglied der Humanistischen Union NRW sowie des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten NRW. Er verfasste mehrere Bücher, Expertisen und zahlreiche Fachaufsätze sowie Handbuch-Beiträge zu Erwachsenenbildung, politischer Bildung, Bildungsurlaub, Zeitgeschichte, jüdischer Geschichte und Geschichtskultur.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Akademische Arbeiterbildung in der Weimarer Republik (= Arbeiterkultur, Band 10). Lit, Münster 1983, ISBN 3-88660-111-0.
  • Mit Paul Ciupke: „Unbewältigte Vergangenheit“ als Bildungsangebot. Das Thema „Nationalsozialismus“ in der westdeutschen Erwachsenenbildung 1946 bis 1989. DIE, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-88513-102-1.
  • Freiwillige Bildungsurlaubsstandards? Chancen und Grenzen von Qualitätsvereinbarungen für die Arbeitnehmerweiterbildung. (= Werkhefte für politische Bildung und Arbeitnehmerweiterbildung, Heft 4). Forschungsinstitut für Arbeiterbildung, Recklinghausen 1997, ISBN 3-925724-07-9.
  • mit Heidi Behrens-Cobet: Biographische Kommunikation. Lebensgeschichten im Repertoire der Erwachsenenbildung. Luchterhand, Neuwied 1997, ISBN 3-472-02897-1.
  • mit Heidi Behrens und Paul Ciupke: Neue Lernarrangements in Kultureinrichtungen. Bildungswerk der Humanistischen Union, Essen 2002, ISBN 3-8311-3560-6.
  • mit Paul Ciupke, Bernd Faulenbach und Franz-Josef Jelich (Hrsg.), Erwachsenenbildung und politische Kultur in Nordrhein-Westfalen. Themen - Institutionen - Entwicklungen seit 1945, Essen 2003
  • mit Johanna Eichmann und Thomas Ridder: Von Bar Mizwa bis Zionismus. Jüdische Traditionen und Lebenswege in Westfalen. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-673-6.
  • Hrsg. mit Heidi Behrens und Paul Ciupke: Lernfeld DDR-Geschichte. Ein Handbuch für die politische Jugend- und Erwachsenenbildung. Schwalbach/Ts. 2009, ISBN 978-3-89974-456-9.
  • Hrsg. mit Svetlana Jebrak: Angekommen?! Lebenswege jüdischer Einwanderer. Berlin 2010, ISBN 978-3-941450-23-3.
  • Der Montagskreis Meiningen in den 80er Jahren, Erfurt 2011
  • Hrsg. mit Kerstin Engelhardt: Eigensinn in der DDR-Provinz. Vier Fallstudien zu Nonkonformität und Opposition. Schwalbach/Ts. 2011, ISBN 978-3-89974-681-5.
  • Modernisierung oder Neuformatierung? Was Gedenkstätten für ihre reflexive Weiterentwicklung (nicht) brauchen, In GedenkstättenRundbrief Nr. 164 (12/2011) S. 3-8 (mit Ulrike Schrader) - online hier https://www.gedenkstaettenforum.de/nc/gedenkstaetten-rundbrief/rundbrief/news/modernisierung_oder_neuformatierung_was_gedenkstaetten_fuer_ihre_reflexive_weiterentwicklung/
  • mit Heidi Behrens: Blickwinkel – Blickwechsel. Perspektivisches Schreiben zur DDR-Geschichte. Vorschläge und Reflexionen. Essen/Recklinghausen 2012, ISBN 978-3-925724-63-3.
  • Zeitzeugenarbeit zur DDR-Geschichte in der außerschulischen politischen Bildung. Eine Analyse von Angeboten in fünf Bundesländern, in: Bildungswerk der Humanistischen Union/ Bildungswerk Zeitpfeil (Hrsg.): Zeitzeugenarbeit zur DDR-Geschichte, Essen 2012 (mit Heidi Behrens und Paul Ciupke) - online hier
  • Bildungsurlaub – Oldtimer oder Zukunftsmodell? Nutzungstendenzen, bildungspolitischer Rahmen und die politische Weiterbildung, in außerschulische bildung, Heft 1-2014 - online hier
  • Weiterbildungsgesetz NRW: 40 Jahre - 15 Thesen, in: außerschulische Bildung. Heft 2-2015 - online hier
  • mit Heidi Behrens: "Ich war ein seltener Fall". Die deutsch-jüdisch-polnische Geschichte der Leni Zytnicka. Essen 2018, ISBN 978-3-8375-1986-0.

WeblinksBearbeiten