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Nikolai Alexandrowitsch Menschutkin

russischer Chemiker
Nikolai Menschutkin

Nikolai Alexandrowitsch Menschutkin, russisch Николай Александрович Меншуткин (* 24. Oktober 1842 in Sankt Petersburg; † 5. Februar 1907 ebenda) war ein russischer Chemiker.

Menschutkin war ein Kaufmannssohn und studierte ab 1859 Naturwissenschaften – besonders Chemie – an der Universität Sankt Petersburg. Nach der Promotion 1862 (Kandidatentitel) studierte er weiter in Tübingen, Paris und Marburg. 1865 war er wieder an der Universität St. Petersburg, erhielt 1866 den Magister-Abschluss, war Dozent für analytische Chemie und habilitierte 1869 (russischer Doktortitel). Er war danach Professor für Technische und Analytische Chemie und ab 1886 auch für Organische Chemie an der Universität. Ab 1902 war er zusätzlich Professor am Polytechnikum.

Er untersuchte die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit und -ausbeute bei der Veresterung von der Struktur der beteiligten Alkohole und Säuren. Das dehnte er auf andere organische Reaktionen aus und fand die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit vom Lösungsmittel (siehe Lösungsmitteleinfluss). Bekannt ist er auch für die Menschutkin-Reaktion zur Synthese quartärer Ammoniumsalze.

LiteraturBearbeiten